Kallas warnte Araghchi außerdem, dass Drohungen Teherans, "aus dem Atomwaffensperrvertrag auszutreten nicht dabei helfen, die Spannungen zu senken". Zuvor hatte Araghchi eine rasche Wiederaufnahme der Verhandlungen mit Washington ausgeschlossen. Teheran brauche vor dem Entschluss darüber zunächst Zusicherungen, dass es nicht wieder von den USA angegriffen werde.
Israel hatte am 13. Juni einen Großangriff auf den Iran gestartet und dies mit dem fortgeschrittenen iranischen Atom- und Raketenprogramm begründet. Die israelische Armee griff vor allem iranische Atom- und Militäranlagen an mit dem erklärten Ziel, den Iran vom Bau einer Atombombe abzuhalten, und tötete ranghohe Militärs und Atomwissenschaftler. Der Iran bestreitet, nach der Atombombe zu streben.
Der Iran attackierte Israel danach seinerseits mit Raketen und Drohnen. Nach zwölf Tagen gegenseitiger Angriffe und der Bombardierung iranischer Atomanlagen durch die USA war am 24. Juni eine Waffenruhe in Kraft getreten.