Causa EurofighterAnklage rund um Briefkastenfirma rechtskräftig

Angeklagt sind die Malversationen rund um die Londoner Briefkastenfirma "City Chambers". Es ist noch kein Verhandlungstermin ausgeschrieben.

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© APA/EXPA/JOHANN GRODER
 

In der Causa Eurofighter dürfte der erste Strafprozess bevorstehen. Es handelt sich dabei um die Causa rund um die Londoner Briefkastenfirma "City Chambers", die für angebliche Lobbying- und Beratungsleistungen von der Kampfjet-Firma EADS rund acht Millionen Euro erhalten hat. Eine Anklageschrift der WKStA von März 2021 sei nun rechtswirksam, sagte eine Sprecherin des Landesgerichts für Strafsachen Wien laut "profil". Termin für die Hauptverhandlung gibt es noch keinen.

Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft wirft zwei Personen Untreue und falsche Beweisaussage vor, alle Betroffenen haben sämtliche Vorwürfe immer bestritten. Laut Gerichtssprecherin wurde ein Anklageeinspruch erhoben. Das Oberlandesgericht Wien habe diesen jedoch mit Beschluss vom 1. Juli 2021 abgewiesen, berichtete nun das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe.

Zusammengefasst beruht der Untreueverdacht laut WKStA auf der Annahme, dass ein Scheinvertrag über vorgebliche Beratungsleistungen zwischen der EADS Deutschland GmbH und der im englischen Handelsregister eingetragenen City Chambers Ltd abgeschlossen worden ist, auf dessen Grundlage die Eurofighter-Anbieter an die Firma acht Millionen gezahlt haben. Dabei wurden laut Staatsanwaltschaft unrichtige Tätigkeitsberichte über angebliche Lobbying- und Beratungstätigkeiten sowie Rechnungen an EADS-D übermittelt. Tatsächlich sei den Zahlungen jedoch keine werthaltige Leistung gegenüber gestanden.

City Chambers wurde in der Eurofighter-Affäre durch Berichte über angebliche Treffen mit den Herren "Dr. Lüssel, Dr. Laider und Dr. K. H. Lasser" bekannt - leicht zu dechiffrieren als der frühere Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP), der frühere Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ/BZÖ) und der damalige Finanzminister Karl-Heinz Grasser (ÖVP). Auch mit einem Herren "Wartenstein", gemeint wohl der frühere Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (ÖVP) will man in Kontakt gestanden sein.

Kommentare (6)
gehtso
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6
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Vielleicht

kommt doch noch etwas Licht in die dunklen Machenschaften der genannten Herren, es gibt ja auch ein Geständnis von EADS, dass sie an die 100 Mio an Bestechung in Österreich ausgegeben haben.

GordonKelz
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8
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Reine Korruption, einfach abartig!

Gordon

ichbindermeinung
5
10
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Flieger stilllegen spart ca. 100 Millionen im Jahr nur für die Betriebskosten

die Kampfflieger stilllegen spart den Bürgern nur alleine 100 Millionen im Jahr nur alleine für die laufenden Betriebskosten und Neukauf/Leasing oder dergleichen nur mehr gegen vorherige Volksabstimmung

Lepus52
6
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Nichts

hat Österreich daraus gelernt. Die Namen sind andere, aber das Spiel ist das gleiche, vielleicht erweitert um die 3 K-Regeln (Korruption, Käuflichkeit, KURZsichtigkeit)

ilselampl
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kommt wohl

aus der Feder der SP assgesellschaft Ö sterreichs..........KraKri-Klatscher.....

reiner6777
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Nix

Schade um die Anwaltskosten. Was kommt unterm Strich heraus? NIX !!!