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MorgenpostIn der Haut des Salzburger Erzbischofs Franz Lackner möchte man derzeit nicht stecken.

Der Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

 

In der Haut des Salzburger Erzbischofs Franz Lackner möchte man derzeit nicht stecken. Die Erwartungen, die in ihn von unterschiedlichen Seiten gesetzt werden, sind nicht miteinander vereinbar. Römische Stellen, gewöhnt, lokalen Aufruhr entweder auszusitzen oder niederzukartätschen, wollen eine Zurechtweisung sehen für die Unbotmäßigkeit der Administratoren der Diözese. Einen klaren Befehl nicht zu befolgen ist Insubordination und diese ist zu strafen. Punkt.

Kärntner Katholiken sehen das vermutlich anders. Aus deren Sicht wäre es vordringlich, Licht in die Amtsführung von Bischof Alois Schwarz zu bringen und Konsequenzen aus dem Vorgefallenen zu ziehen. Ob der Administrator eine Order missachtet hat, interessiert in der betroffenen Diözese deutlich weniger.

Erschwerend kommt hinzu, dass die beiden Bischöfe miteinander befreundet sind. Wie soll man gegen einen Freund und langjährigen Kollegen ein Verfahren durchführen? Dass der Bischof sich Unterstützer in Gestalt seines Vorarlberger Kollegen Benno Elbs und einiger angesehener Katholiken holt, ist ein kluger Versuch, die Last auf mehrere Schultern zu verteilen. Vielleicht will Lackner damit auch einen von Befangenheit ungetrübten Blick auf die Vorgänge gewährleisten.

Am Tag vor dem Beginn der Visitation schildert Andrea Bergmann, die die Amtsführung des Bischofs von Anbeginn an verfolgt und beschrieben hat, wie sie die Licht- und Schattenseiten seiner Jahre in Klagenfurt sieht. Außerdem hat sie ein Lexikon der zahlreichen Begriffe, Institutionen und Regeln der Katholischen Kirche verfasst und die Fragen rund um die Visitation beantwortet. Der Leitartikel der Chefredakteurin unserer Kärntner Ausgabe, Antonia Gössinger, rundet das redaktionelle Angebot zum Auftakt der brisanten Visitation ab.

Für politikinteressierte Morgenpostleserinnen und -leser: heute in der Pressestunde spricht Chefredakteur Hubert Patterer mit Bundeskanzler Sebastian Kurz. Schalten Sie sich dazu, rät


Thomas Götz

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