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SommergesprächeFelix Mitterer: "Ein Elefant geht heim, gegen Ende"

Nach der „Piefke-Saga“ wurde er als Landesverräter geschimpft, jetzt kehrt Felix Mitterer zurück in die Heimat. Ein Gespräch über die Verheerungen des Tourismus, die Unverbesserlichkeit der Menschen, das Altern und die Nähe.

Der Schriftsteller Felix Mitterer
Der Schriftsteller Felix Mitterer © (c) APA/ROBERT JAEGER
 

Die „Piefke-Saga“ flimmerte vor 30 Jahren über unsere Bildschirme. Schon damals haben Sie ein Land porträtiert, das vom Tourismus devastiert wird. Fühlen Sie sich als Prophet?
FELIX MITTERER: Nein, überhaupt nicht. Ich hab ja nur gesammelt und verdichtet. Alles ist wahr gewesen, das wusste die Branche auch. Auch wenn sie mich damals als Landesverräter hinstellten. Und der damalige Tiroler Landeshauptmann die ARD bat, die anderen Folgen doch erst ab 23 Uhr zu senden. Erst Jahre später hat man mir gesagt: „Felix, du bist so was von naiv, es ist ja alles viel schlimmer.“

Kommentare (2)

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campanile
12
8
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ballermann

ich meide regionen mit nervigen ballermännern zwar, man muss aber nicht gleich verallgemeinern. negative begleiterscheinungen sind wie jeder extremismus ein ärgernis, tourismus für alle ist aber eine tolle errungenschaft unserer zeit und belebt und revitalisiert täler und inseln von schottland bis griechenland. da muss man schon die kirche im dorf lassen.

crawler
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14
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Die lässt er ja auch im Dorf.

Er zeichnet ja nur das auf was wirklich übertrieben ist und was mit Brauchtum nichts mehr zu tun hat. Ähnlich wie z.B die Lederhosen, oder Leibchen wo überall "Kärnten" (kärntner Wappen) draufgemalt sein muss und geistreiche Sprüche, sodass jeder Dodel weiß, wo er sich befindet. Das sind die Überzeichnungen die er liebt. Überhaupt wenn die Träger dann noch durch erhöhten Alkoholkonsum das ihre beitragen. Das liebt er, das hat aber mit Tourismus überhaupt nichts zu tun.