Kürzlich saß ich abends das erste Mal seit sehr langer Zeit wieder in einem Konzert, direkt unter den Gleisen der U-Bahn, in einer Folk Noir Dunkelheit der Wiener Stadtbahnbögen, an denen links und rechts Autos auf mehrspurigen Straßen vorbeirasen. Es war jene Art Ort, von der ich in den letzten Jahren schon vergessen hatte, dass es sie gibt, ein schummriges Hinterzimmeruniversum der Zeit. Bierflaschen klirrten, die Gitarren lehnten mit langen Hälsen an den Backsteinwänden, den Gästen fielen Zigaretten aus den Manteltaschen, wenn sie sich zu überschwänglich die Hände schüttelten, die alten Fragen nach Neuigkeiten auf den Lippen.