Papstsegen Urbi et OrbiFranziskus ruft zum Dialog auf

Papst Franziskus warnt in seiner Weihnachtsbotschaft vor Tendenz, sich zu verschließen und spricht über die Krisenherde Syrien, Libanon und Ukraine.

×
Artikel gemerkt

Gemerkte Artikel können Sie jederzeit in Ihrer Leseliste abrufen. Zu Ihrer Leseliste gelangen Sie direkt über die Seiten-Navigation.

Zur Leseliste
Weihnachtsbotschaft des Papstes: Bedeutung des Dialogs © AFP
 

Der Papst hat in seiner Weihnachtsbotschaft am Christtag die Bedeutung des Dialogs in Zeiten der Pandemie hervorgehoben. "Unsere Fähigkeit zu sozialen Beziehungen wird auf harte Probe gestellt; es gibt eine wachsende Tendenz dazu, sich zu verschließen, alles allein machen zu wollen; man verzichtet darauf, hinauszugehen, sich zu begegnen und miteinander die Aufgaben zu erledigen. Auf internationaler Ebene besteht Gefahr, dass die Bereitschaft zum Dialog fehlt", so der Papst.

Die Pandemie führe dazu, Abkürzungen zu wählen anstatt die längeren Wege des Dialogs. "Dialog allein führt jedoch zu einer Konfliktlösung und zu Vorteilen, die allen zugutekommen und von Dauer sind", betonte der Pontifex, der auch die vielen Krisenherde weltweit hinwies, unter anderem Syrien, Irak, Jemen und Libanon.

"Erinnern wir uns an die anhaltenden Spannungen zwischen Israelis und Palästinensern, die sich ungelöst hinziehen und immer größere soziale und politische Folgen haben. Vergessen wir nicht Betlehem, den Ort, an dem Jesus das Licht der Welt erblickte. Dort durchlebt man auch aufgrund der von der Pandemie verursachten wirtschaftlichen Probleme schwere Zeiten. Denn die Pilger sind daran gehindert, das Heilige Land zu erreichen, und dies wirkt sich negativ auf das Leben der Bevölkerung aus", erklärte der Pontifex den unter dem Regen auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen. Die Zahl der auf dem Petersplatz zugelassenen Pilgern wurde beschränkt, um zu starke Ansammlungen zu verhindern.

Gewalt gegen Frauen

Der Papst bat um Trost für das afghanische Volk, das seit über 40 Jahren durch Konflikte auf eine harte Probe gestellt wird, die viele dazu bewogen haben, das Land zu verlassen, und rief zu Gebeten für die Ukraine auf, damit sich "die Metastasen eines schwelenden Konflikts nicht ausbreiten".

Der Papst betete auch für die Opfer der Gewalt gegen Frauen, die in dieser Zeit der Pandemie um sich greife. "Gib den Kindern und Jugendlichen Hoffnung, die Mobbing und Missbrauch erleiden. Spende den älteren Menschen Trost und Zuneigung, vor allem denjenigen, die am einsamsten sind. Schenke den Familien, dem erstrangigen Ort der Erziehung und der Grundlage des sozialen Gefüges, Gelassenheit und Einheit", so der Pontifex.

Wie gewohnt spendete der Papst den Segen "Urbi et orbi" (der Stadt und dem Erdkreis) von der Loggia der vatikanischen Basilika. Die Weihnachtsbotschaft und der Segen Urbi et orbi sind ein Höhepunkt der christlichen Weihnachtsfeier. Im ersten Pandemie-Jahr tat er dies in stark reduzierter Form lediglich per Videoansprache aus der Benediktionsaula im Petersdom.

Zwischen 0 Uhr und 6 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

Willi128
1
3
Lesenswert?

Ich war eigentlich vom Papst während der FS Übertragung des Weihnachtssegens

sehr enttäuscht. Der Papst hatte in seiner sehr emotionslos vorgetragenen Ansprache nur alte Hüte aufgezeigt und ich hatte das Gefühl, dass diese Segen Zeremonie für ihn nur lästige Routine war.

Lucifer rs
1
3
Lesenswert?

Ein verlorenes Pontifikat🤭

Franziskus war ein Gründer und wirklich heiliger Mann der auch zuletzt die Stigmata hatte, sich den Namen über großer Persönlichkeiten zu geben zeichnet noch lange nicht ein Pontifikat aus, die Geschichte wird es weisen und von verlorenen Pontifikat sprechen die Fußstapfen eines Johanns waren viel zu groß für den kleinen Argentinier 😥🤔

future4you
1
2
Lesenswert?

Für einen „Luzifer“

wird wohl alles Positive sich immer negativ anfühlen👎🏻

Planck
1
0
Lesenswert?

Hätt' ich auch nicht gedacht,

dass ich den letzten Herrscher über eine absolutistische Monarchie einmal gegen seine eigenen Leute verteidigen müsste, aber es muss ein *gg

1.) Herr Bergoglio ist 85, ich glaube kaum, dass der nochmal im olympischen Zehnkampf eine Medaille gewinnen wird *gg

2.) Bis jetzt hat Herr Bergoglio bis auf eine einzige Ausnahme (nämlich betreffend die "Heilbarkeit" von Homosexualität) bisher nur vernünftige Aussagen getroffen. Aber er ist halt Jesuit, das ist für manche Fundamentalisten (und nicht nur die in der Kurie) eine viel größere Gefahr als das Opus Dei.
So seid ihr eben gestrickt, da hilft nix ^^

PS. Dass Sie jetzt schon wissen, was die Geschichte dereinst für ein Urteil fällen wird, reiht Sie natürlich in die lange Reihe der Seher und Propheten ein, Glückwunsch *gg