Ruf zum FreitagsgebetDer Muezzin-Ruf spaltet Köln

Die Millionenmetropole am Rhein erlaubt Moscheen, per Muezzin zum Freitagsgebet zu rufen. Kritiker sehen eine Machtdemonstration des politischen Islam.

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Moschee in Köln
Noch keine der über 30 Moscheen in Köln hat einen Antrag für den Muezzin-Ruf gestellt © imago images/NurPhoto
 

Die Aufregung ist groß. Seit Freitag darf in Köln der Muezzin zum muslimischen Gebet rufen. Von „Freiheit und Vielfalt“ spricht Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) und ergänzt: „Wer am Hauptbahnhof ankommt, wird vom Dom begrüßt und von Kirchengeläut begleitet. Viele Kölnerinnen und Kölner seien Muslime. „Den Muezzin-Ruf zu erlauben, ist für mich ein Zeichen des Respekts.“

Kommentare (15)
feringo
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@vandiemen :

Europa ist noch nicht verloren, nur Köln. Und welche wird die nächste Stadt sein?

vandiemen
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Hab mit der Kirche...

..auch nicht wirklich was am Hut! Grundsätzlich werden wir mal unterscheiden müssen, dass bei uns Religion und Staat getrennt sind. Natürlich gibt es Beispiele wo es bei uns auch noch immer nicht ganz perfekt ist. Siehe ÖVP die sich noch immer als Schutzpatron der Kirche sieht. Was wir auf keinen Fall brauchen, ist ein Islam, der unsere hart erkämpften Werte als Schwäche auslegt. Unsere Werte sind nun mal Abendländischer Kultur und hat mit dessen morgenländischer Kultur wenig gemeinsam. Der politische Islam nutzt unsere Toleranz und Offenheit für seine Zielsetzung in Europa. Dazu muss man nicht unbedingt ein Hellseher sein um dies zu erkennen! Solange wir politisch falsch verstandene Toleranz walten lassen, sehe ich Europa als bald verloren.

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Schade das man sich nicht äußern darf ich meinte nur nicht wir müssen uns
anpassen sondern auch unsere Gäste. Respekt auf beiden Seiten ist notwendig !

Peterkarl Moscher
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Wahrheit tut weh !

Schade das man sich nicht äußern darf ich meinte nur nicht wir müssen uns
anpassen sondern auch unsere Gäste. Respekt auf beiden Seiten ist notwendig !

Landbomeranze
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Sarrazin hat Recht,

Deutschland schafft sich ab und wenn es so weiter geht mit der Toleranz in Europa, dann schafft sich auch dieses ab.

iMissionar
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Falsche Prioritätensetzung

Die Prioritätensetzung der Kleinen Zeitung verwundert immer mehr. Dieser grundsätzlichen Frage, ob der politische Islam Raum und Recht in der Öffentlichkeit haben sollte, wird negierend behandelt. Der islamistische Terroranschlag mit Pfeil und Bogen wird nicht als Blutbad aufgearbeitet, sondern schnellstmöglich nach hinten verfrachtet. Aber ob ein Politiker einen innerparteilichen Konkurrenten in privaten Chats als „Arsch“ bezeichnet wird eine Woche durchgehend als Hauptmeldung diskutiert. Man sollte sich über Relevanz- und Glaubwürdigkeitsverluste nur mehr bedingt wundern.

Imandazu
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Der „Islam“ als „Recht“?

Nein! Schon gar nicht, wenn islamistische Varianten Herrn Erdogan, dem Kerkermeister Europas, dazu dienten, seine autokratischen Gelüste mit Hilfe verhetzter Islamisten auf Europa auszuweiten.
Nach der europäischen Aufklärung, die der christlichen Inquisition die Giftzähne gezogen hat, ist eine neuerliche religiöse Vereinnahmung Europas durch islamistische Kräfte inakzeptabel. Toleranz gegenüber Intoleranten ist hier fehl am Platz.

zweigerl
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Fanal der Selbstaufgabe

Ich kann mir nicht helfen: Sollte jemals (und vermutlich bald einmal) der Ruf des Muezzin über Graz erschallen, ist das für mich das Fanal der kulturellen Selbstaufgabe . Der klagende Gebetslaut als Triumpfgeschrei des Imams als vollzogene religiöse Usurpation. Mit der KPÖ als Mehrheitspartei wurde bereits eine säkulare Schneise gelegt, um gewachsene Traditionen in einer oktroyierten Internationalisierung aufgehen zu lassen.

jg4186
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kommt zum Gebet

Ja, der Muezzin spricht - ruft - ein Gebet.
Ob das, nicht überhörbar, für alle so sein soll und kann, darüber muss man reden.
Noch klarer muss man reden, woher die Imane kommen, was sie predigen, welche Richtung des Islam sie vorgeben. Das betrifft auch unser Land. Verzicht auf Gewalt, Gleichwertigkeit aller Menschen, Toleranz, Respekt vor Demokratie und Verfassung - das muss man klar und deutlich von den Muslimen einfordern. Die Moschee und der Muezzin sind dagegen das kleinere Problem, was in der Moschee geschieht und gesagt wird, das muss uns interessieren.

Musicjunkie
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Verzicht auf Gewalt, Gleichwertigkeit aller Menschen, Toleranz, Respekt vor Demokratie und Verfassung -

👍 👍👍Und genau darauf kommt es an.

Ragnar Lodbrok
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Was ist mit den Kirchenglocken?

Bin Atheist und muss das auch ertragen. Oder ist es bloß eine Erinnerung an die Verbrechen der Kirche?

Heike N.
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Hast vollkommen Recht, ich

Will beides nicht haben.

Sollen alle die es brauchen ihren imaginären Freunden im eigenen Kreise huldigen, aber die Öffentlichkeit sollte in beiden Fällen unbehelligt bleiben.

duesenwerni
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"... verfassungswidrig ist, denn keiner darf aufgrund seiner Religion privilegiert werden.“

Eben nicht. Denn wenn die christlichen Religionen mittels Glockenläuten zum Gottesdienst rufen dürfen, der Muezzin dagegen nicht, zum Freitagsgebet rufen darf dann wäre dies verfassungswidrig.

martinx.x
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das wäre korrekt, wenn

der Muezzin lediglich "kommt zum Gebet" rufen würde...

X22
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Was ruft er ihrer Meinung?

Würde er zum Bsp. aufhetzen oder anderes verkünden, wäre er ja nicht zu überhören, schießt er sich damit nicht selbst ins Knie, wie schnell würde das ganze wieder abgestellt werden, würde der Versuch dann früher abgebrochen werden.
Was bleibt vom "wenn dann übrig?
Irgenwie sind die Bewertungen nicht zu verstehen, die gleichen, so nehme ich an, meinen beim duesenwerni, das ist nicht verfassungswidrig, sie fügen nur ein wenn hinzu, finden sie es wieder für verfassungswidrig, spielen da Vorurteile eine große Rolle, nähmlich glaube keinen Muslimen etwas oder es wird nur schlechtes, abwertendes von ihnen verkündet, werden alle in einem Topf mit Terrorristen geworfen, ich weiß nicht wie sich die Leute ein Zusammenleben vorstellen oder wollen sie es von Grunde auf nicht.
und bitte nicht wieder den Vergleich, versuchens sie es in einem muslimischen Land ..., warum sollen wir uns auf die gleiche Ebbene begeben, sind wir nicht schon weiter fortgeschritten