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Ungarisches Mega-ProjektNaturschützer kämpfen gegen Großprojekt am Neusiedler See

Ungarn wollen riesige Freizeitanlage mit Hotel, Wasser- und Freizeitpark, Anlegeplätzen für Boote und Campingplatz bauen. Die Naturschützer rechnen damit, dass das Großprojekt massive Auswirkungen auf den Naturraum haben wird.

© (c) APA/HELMUT FOHRINGER
 

Eine im ungarischen Fertörakos geplante große Freizeitanlage am Neusiedler See ruft derzeit sowohl in Ungarn als auch in Österreich Naturschützer auf den Plan. Bei einem Treffen in Mörbisch haben sich am Mittwoch Vertreter aus beiden Ländern zu einem Netzwerk für die Verkleinerung des Projekts zusammengeschlossen, sagte Wolfgang Pelikan, Vorsitzender des Ramsar Komitees, am Donnerstag der APA.

Ungarn plant beim Strandbad von Fertörakos laut einem Youtube-Video von Sopronmedia eine große Freizeitanlage mit Hotel, Wasser- und Freizeitpark, Anlegeplätzen für Boote und Campingplatz. Die Naturschützer rechnen damit, dass das Großprojekt massive Auswirkungen auf den Naturraum haben wird - sowohl auf der ungarischen als auch auf der burgenländischen Seite. Auch der Weltkulturerbe-Status des Neusiedler Sees sei bedroht.

Bei dem Treffen von rund zwanzig Naturschützern aus Österreich und Ungarn wurde deshalb ein Kernteam gewählt, das sich nun dafür einsetzen soll, dass das geplante "Mega-Projekt" verkleinert werde. Außerdem fordere man, dass das Vorhaben "den Vorschriften von Weltkulturerbe, Nationalpark und Feuchtgebietsschutz (Ramsar-Konvention) angepasst wird", betonte Pelikan. Aufgrund der großen Auswirkungen, die das Projekt auch auf Österreich habe, wolle man Einsicht in die Akten zur Prüfung des Vorhabens.

Als erster Schritt sollen nun die Projekt-Betreiber zu Gesprächen eingeladen werden. Von ihnen erwartet man sich mehr Informationen zu dem Vorhaben - bisher hatte sich Ungarn diesbezüglich eher bedeckt gehalten. "Insbesondere interessieren die Ergebnisse des Genehmigungsverfahrens sowie die Inhalte von Bescheiden", sagte Pelikan.

Neben dem Vorsitzenden des Nationalen Ramsar Komitees gehört auch Christian Schuhböck, Generalsekretär der Natur-, Kultur- und Landschaftsschutzorganisation "Alliance For Nature", dem Kernteam an. Mit Gabor Reischl, Zoltan Kun und Gyula Major sind außerdem drei Vertreter aus Ungarn dabei.

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aral66
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Familie Orban

Was man so hört, ist die Familie Orban der Hauptinvestor, die wird sich nicht viel um den Naturschutz kümmern, Hr. Orban zeigt uns ja auch in der ungarischen Politik , was er von Einmischung hält, NICHTS.

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