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Erste AusfahrtDen Seat Tarraco kann man in die Wüste schicken

Seat wagt sich auf neues Terrain: Nordafrika gilt als eine Schlüsselregion für den Expansionskurs - der Allrad im neuen SUV Tarraco ist dafür eine Schlüsseltechnologie.

Der Seat Tarraco spielt im Sand © SEAT
 

Bei Seat kann man nicht klagen: Das Geschäft brummt, man hat seinen Platz im VW-Konzern gefunden und wird ob des Erfolgs auch schon argwöhnisch beobachtet. Vielleicht erhöht man auch deshalb die Schlagzahl: Beim im März beginnenden Genfer Autosalon präsentiert man gleich drei Autos: ein neues Cupra Coupé-SUV und zwei Elektroautos, eines im Kleinformat (aber nicht das Stadtauto Mii, das ebenso elektrisch kommen wird).

Die Spanier haben ja insgesamt eine feine Balance gefunden, zwischen Alexa und High-tech im Cockpit, einer eleganten Sportlichkeit und dem Konzernbaukasten, aus dem man mit viel G'spür eine eigenständige Identität aufgebaut hat. Und man schreibt auch wieder seit Jahren schwarze Zahlen.

Modellvorstellung: Seat Tarraco

Ateca, Arona – jetzt der Tarraco: Als drittes SUV schickt Seat den Tarraco ins Rennen. Weil er mit einer Länge von 4735 Millimetern auch das größte ist, nimmt er gleichzeitig die Position des Flaggschiffs der Marke ein.

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Und er ist auch ein Vorreiter, weil er als erstes Modell die neue Designsprache der Spanier ausführt, die man unter andere, am markanteren Kühlergrill, flankiert von LED-Scheinwerfern mit dreieckiger Lichtsignatur erkennt. Beim Heck potenziellen Siebensitzers lag das Augenmerk auf einer niedrigen, leicht zugänglichen Ladefläche, aber die Blechschneider haben auch dort mit LED-Lichtern und dynamischen Blinkern optische Höhepunkte gesetzt.

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Egal, ob der Innenraum mit fünf oder sieben Sitzen bestückt ist: Darin prangt das volldigitale das virtuelle Cockpit aus dem Technikbaukasten des Volkswagen-Konzerns. Die individuell konfigurierbare Anzeige liefert dem Fahrer über ein hochauflösendes 10,25-Zoll-Display stets die wichtigsten Informationen direkt in sein unmittelbares Blickfeld. Zusätzlich prangt in der Mitte des Armaturenbretts ein Acht-Zoll-Display, über das die Insassen Zugriff auf die Konnektivitätsfunktionen haben.

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Folgende Motorisierungen werden den Tarraco antreiben: Da wäre ein 1.5-Liter-Benziner mit vier Zylindern und 150 PS, der in Verbindung mit einem Sechs-Gang-Schaltgetriebe und Vorderradantrieb gereicht wird. Darüber rangiert 2-Liter mit 190 PS, der an ein Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb gekoppelt ist.

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Außerdem wird Seat das SUV mit einem 2-Liter-Diesel in zwei Leistungsstufen mit 150 und 190 PS anbieten. Die schwächere Variante kann mit Vorderradantrieb, Sechs-Gang-Schaltgetriebe oder Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe und Allrad verbandelt werden, mit denen die stärkere Version standardmäßig vorfährt. Später wird es für den Tarraco auch alternative Antriebstechnologien geben – wir denken da zum Beispiel an Erdgas.

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Zudem bringt das neue Flaggschiff eine adaptive Fahrwerksregelung und zahlreiche elektronische Schutzengel mit. Bekannte Systeme wie Spurhalteassistent und das Umfeldbeobachtungssystem mit Notbremsfunktion, inklusive Radfahrer- und Fußgängererkennung, sind serienmäßig an Bord.

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Während Systeme wie der Toter-Winkel-Warner, die Verkehrszeichenerkennung, der Stauassistent, die automatische Distanzregelung sowie der Fernlicht- und der Notfallassistent optional erhältlich sind.

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Dass man im Konzern mehr Aufgaben weltweit übertragen bekommt, ist da nur logisch. Etwa mit der Verantwortung für den nordafrikanischen Markt. In Algerien zog man eine Produktion hoch, in Mexiko steht man auf der Überholspur, selbst nach China will man sich wieder vorwagen. Wie stark die Marke aufgestellt ist, sieht man am Tarraco: Die Tigúan-Allspace-Basis hat man volley für ein exzellentes SUV verwendet, das wesentlich mehr Allroundqualitäten besitzt als bisher angenommen. Und das nicht nur aufgrund seiner Größe (4,73 m), seiner Langstreckenqualitäten (Komfort, perfekte Beinfreiheit hinten etc.) oder der Digitalisierung, die watscheneinfach zu bedienen ist, und aufgrund der Grafik jünger wirkt als vergleichbare Konzernprodukte.

Seat Tarraco

Preise. Preis ab 29.990 Euro (Frühbucherbonus).
Antrieb. Benziner 150 PS/Frontantrieb/ 6-Gang-Handschalter; 190 PS Allrad/ 7-Gang-DSG; Diesel 150 PS Front/Allrad; 190 PS Allrad/DSG.
Den Tarraco gibt es auch als Siebensitzer. Stauraum im Fünfsitzer ab 760 l.

Ein wichtiges Herzstück - nicht zuletzt bei den Tests in Marokko - ist der Allradantrieb. Seat hat die Haldex-Kupplung (der alte Name, heute hat Borg-Warner übernommen) der fünften Generation, das XDS-Differential und das Doppelkupplungsgetriebe über eine Steuerungssoftware zu einem Klettermax gepimpt, zusätzlich unterstützt von einer adäquaten Bodenfreiheit für ambitionierte Normalverbraucher.

Im Gelände-Fahrmodus und beim Härtetest in den Dünen Marokkos spürt man das Potential: Das ESP kann man per Touchscreen weiter als erwartet aus dem Spiel nehmen, das bringt mehr Freiheiten, wenn der Tarraco im Sand zu verenden droht. Erster Gang, Gas geben, das Auto fräst sich aus der Düne. Erstaunlich auch, dass selbst längere, tiefere Sandpassagen locker weggesteckt werden (Öltemperatur etc.), trotz mehrerer Volllastpassagen.

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