Die Tour beginnt in der Heimat des Sensenhammers Deutschfeistritz: Hier steht das letzte, 1984 geschlossene Sensenwerk der Steiermark. Heute erfährt man bei spannenden Rundgängen durch die Produktionshallen, wie einst glühendes Eisen mithilfe von Wasserkraft zu Sensen verarbeitet wurde.
Nur zwei Kilometer entfernt wartet am Ende der Tour die Lurgrotte Peggau darauf, entdeckt zu werden. Österreichs größte wasserdurchströmte Tropfsteinhöhle ist ein atemberaubendes Naturbauwerk, das viele vom Aussterben bedrohte Fledermausarten beherbergt, und die Höhlenexpedition ist ein unvergessliches Abenteuer.
Als Teil der noch anspruchsvolleren „Nord-West-Tour“ ist die Schenkenbergrunde überwiegend als solche beschildert. Ab dem Ortskern in Deutschfeistritz folgen wir dieser Markierung. Auf der Landesstraße geht es über Zitoll und Prenning entlang des Übelbachs nach Waldstein. Beim Schloss biegen wir rechts in die Arzwaldgrabenstraße ein und radeln entlang des Arzbaches immer leicht steigend bis zum Bauernhof Rotmüller.
Ab Schloss Waldstein gibt es auch eine alternative Tourmöglichkeit über Übelbach zur bewirtschafteten Almhütte Plotscherbauer auf 1.145 m. Bei Rotmüller biegen wir scharf rechts ein und folgen weiter der Markierung „Nord-West-Tour“ hinauf bis zum Ebenwirt (900 m) auf dem Schenkenberg.
Nach dem Ebenwirt zweigt eine Schotterstraße in nordostlicher Richtung ab. Bei der steilen Abfahrt geht es über den Ratlosgraben weiter zum ehemaligen Gasthof Kainz. Ab da fuhrt die Strecke über den Gamsgraben und die Landesstraße L121 nach Rothleiten. An der Murbrücke steigen wir in den Murradweg R2 ein, bleiben am westlichen Murufer und fahren flussabwärts durch Frohnleiten, vorbei an Adriach, Burg Rabenstein und dem Golfclub Murhof bis zum ehemaligen Römergrab bei Badl.
Nun bestehen zwei Möglichkeiten für die Weiterfahrt zurück zum Bahnhof Peggau-Deutschfeistritz: Man wählt entweder die etwas kürzere Strecke am östlichen Murufer am Fuße der historischen Badlwandgalerie und hat in Peggau Gelegenheit die Lurgrotte Peggau zu besuchen. Oder man bleibt am westlichen Murufer und folgt dem Murradweg R2 bis Deutschfeistritz und besichtigt hier das Sensenwerk Deutschfeistritz.