Diese „Wahrhaftigkeit“ betrifft nicht nur die Region als Naturjuwel allerhöchsten Ranges mit einem Nationalpark und Naturpark auf engstem Raum. Es ist vor allem auch das Kulturjuwel Gesäuse mit all seinen Facetten von der Hochkultur eines Stifts Admont bis hin zur gelebten Volkskultur, das der Region einen unverwechselbaren Charakter verleiht.
Wildes Wasser – steiler Fels
„Universität des Bergsteigens“ – so wird das Gesäuse seit den Anfängen des Alpinismus bezeichnet. Wer die Berge hier erklimmen kann, kann es überall – so die Prämisse. Hier übten sich die Größen der Alpingeschichte in unzähligen Varianten durch den steilen Fels der über 1800 Meter direkt aufragenden Gesäusegipfel. Natürlich gibt es auf jeden Berg immer auch einen leichteren Weg. Mit über 500 km Wanderwegenetz und einer der größten Schutzhüttendichten der Ostalpen steht dem mehrtägigen Wandererlebnis nichts im Wege.
Am Fuße der mächtigen Kalkgipfel fließen Enns und Salza. Im wilden Wasser dieser beiden unzerstörten Flüsse wartet ein Wildwassersporterlebnis, das in dieser „Reinstform“ nirgendwo in Österreich mehr zu finden ist. Egal, ob mit Raft, Kajak oder Kanadier, die Bootsperspektive ermöglicht atemberaubende Einblicke in das Naturjuwel Gesäuse.
Der einzige Nationalpark der Steiermark
Was Yellowstone und Serengeti können, das kann das Gesäuse auch: Nationalpark sein. Und dieses Prädikat verleiht man sich als „Nation“ nicht selbst. Es wird verliehen, und das von der Weltnaturschutzunion IUCN. Dieses weltweit herausragende „Naturgütesiegel“ haben in Österreich vom Neusiedlersee bis in die Hohen Tauern insgesamt sechs Gebiete verliehen bekommen. Das Gesäuse ist der jüngste und drittgrößte Sprössling dieser heimischen Nationalpark-Familie.
Natur(erlebnis) auf höchstem Niveau
Neben dem konsequenten Schutz der Natur und deren Erforschung steht im Nationalpark Gesäuse das unvergessliche Naturerlebnis seiner Gäste im Vordergrund. Hierfür sorgen die Ranger des Nationalparks: Sie kennen das Gesäuse wie ihre Westentasche – von den unzähligen Pflanzen und Tieren über die schönsten Kraftplätze bis hin zu den legendären Geschichten, die das „wilde“ Gesäuse umranken. Und das Beste daran: Ranger kann man buchen – egal, ob ganz individuell oder über eine der vielen Touren und der hauseigenen Fotoschule.
Besuchereinrichtungen
Herzstück des Nationalparks und seiner Besuchereinrichtungen ist das Erlebniszentrum Weidendom mit seinem weltweit ersten begehbaren ökologischen Fußabdruck. Der Weidendom ist das größte lebendige Bau(m)werk der Alpen und lädt von Mai bis Oktober Besucherinnen und Besucher zum interaktiven Erkunden und Entspannen vor der spektakulären Kulisse der Hochtorgruppe ein. Der Weidendom ist auch Startpunkt für spannende Themenwege. Mit tatkräftiger Unterstützung von eigens dafür gebauten Zugmaschinen (sogenannten „Swiss-Tracks“) sind einige dieser Wege auch für Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer vollkommen barrierefrei erlebbar.