Besonders gefährlich sei die Lage in Uvalde und Johnson City, sagte Abbott. Die Ortschaften liegen im Westen der Großstadt Austin. Der Nahe Uvalde fließende Nueces River werde in der Nacht vermutlich einen 30 Jahre alten Höchststand übertreffen, sagte Abbott. "Und der Nueces River in der Nähe des Tals hat eine doppelt so hohe Durchflussmenge wie die Niagarafälle."
Laut dem Nationalen Wetterdienst könnten bis Freitag (Ortszeit) in Dutzenden Countys in West-Texas lebensbedrohliche Überschwemmungen auftreten. Abbott warnte die Bevölkerung davor, die Gefahr zu unterschätzen. Wer mit seinem Auto überflutete Straßen befahre, auch wenn sie ungefährlich aussähen, begebe sich in Lebensgefahr. "Leider handelt es sich schon jetzt um ein historisches Hochwasserereignis", sagte er.
Schon im vergangenen Sommer war die Region von verheerenden Überschwemmungen betroffen. Früheren Angaben zufolge starben mehr als 100 Menschen. Nach damaligen Angaben Abbotts wurden zudem mindestens 161 Menschen vermisst. Den Behörden wurde vorgeworfen, dass Warnsysteme nicht funktioniert hätten.