Eine Umfahrung oder doch ein Bestandsausbau – ewig wurde diskutiert, wie man die Bezirkshauptstadt verkehrstechnisch entlasten kann. Im März 2024 erteilte man der Umfahrungslösung eine Absage. Der Bestandsausbau komme, dafür werden verschiedene Varianten geprüft, kündigten der damalige Verkehrslandesrat Anton Lang und Liezens Bürgermeisterin Andrea Heinrich an.
Jetzt steht fest: Auch daraus wird nichts. Und zwar weil das Geld fehlt und weil die „Verbesserungen trotz allem überschaubar bleiben“, teilte Verkehrslandesrätin Claudia Holzer am Montag mit.
Mit Überführung beim Bellaflora
Im Rahmen der Untersuchung habe man die B 320 in Liezen in sechs Module unterteilt. „Im Rahmen eines zweistufigen Verfahrens, nämlich einer Wirkungs- und einer Nutzen-Kostenanalyse, erfolgte eine Betrachtung dieser Bereiche“, so die Landesrätin. Daraus habe sich eine „empfehlenswerte Variante ergeben“, mit einem Fly Over beim Bellaflora-Kreisverkehr sowie Umbauten bei den Kreuzungen Huemer,‘McDonald's und (ehemals) Kika.
Zu Buche geschlagen hätte das alles mit rund 39 Millionen Euro – allerdings noch ohne Planungs-, Neben- und Grundstückskosten sowie Risikoaufschläge. „In Anbetracht der schwierigen budgetären Lage auf Landes- und auf Gemeindeebene sowie in Abwägung der steiermarkweiten Notwendigkeiten im Verkehrsbereich sind in Absprache mit der Stadtgemeinde aktuell keine baulichen Maßnahmen, keine weiteren Planungsschritte vorgesehen“, so Holzer.
„Ersparnis von weniger als einer Minute“
„Wenn eine durchschnittliche Zeitersparnis von weniger als einer Minute für den Durchzugsverkehr und kaum Verbesserungen an den bekannten Stautagen erzielt werden können, ist diese Maßnahme derzeit nicht vertretbar“, ließ Bürgermeisterin Heinrich ausrichten. Man trage „die gemeinsame Einschätzung mit dem Land Steiermark mit, dass aktuell keine weiteren Planungsschritte für bauliche Maßnahmen gesetzt werden“.