Spektakulärer Notfall direkt neben der berühmten Piazza Unità d’Italia in Triest: Sonntagmittag stürzte ein Auto dort beim Molo Audace aus noch unbekannten Gründen ins Meer. Doch der Lenker – ein 41 Jahre alter Triestiner – hatte Glück im Unglück, denn beobachtet wurde der Vorfall von Soldaten der Militärakademie Modena.
Soldaten retten eingeschlossenen Fahrer
Die Militärangehörigen stiegen für ihre Bildungsexkursion laut Il Piccolo gerade aus ihren Bussen, als sie Zeugen des tragischen Vorfalls wurden. Mehrere Soldaten sprangen infolge ins Wasser und bargen schließlich den im Auto eingeschlossenen Fahrer – er wurde umgehend den bereits herbeigeeilten Rettungskräften übergeben.
Wie Rainews.it berichtet, wurde der 41-Jährige in nicht lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Auch ein Soldat musste im Spital behandelt werden, nachdem er sich beim Versuch, den Lenker aus dem Fahrzeug zu befreien, verletzt hatte.
Das Auto wurde noch am Sonntag rund 20 Meter vom Ufer entfernt in einer Tiefe von sieben Metern lokalisiert. Taucher der Unterwasser- und Wasserrettungseinheit des Kommandos Venedig befestigten das Fahrzeug an speziellen Hebesäcken, hoben es dann halbschwimmend zum Dock, wo es mit einem Kran geborgen wurde.
Die Carabinieri Triest sind damit beauftragt worden, die Unfallursache und den genauen Hergang des Unfalls zu rekonstruieren.
Dank des Verteidigungsministers
Der Fall schlug mittlerweile derartig hohe Wellen, dass sich sogar Italiens Verteidigungsminister Guido Crosetto dazu meldete: Die Offiziere hätten instinktiv gehandelt und ihr Leben in den Dienst anderer gestellt. „Das ist die wahre Bedeutung des Soldatentums: dem Land zu dienen und Menschenleben zu schützen, immer, auch wenn es die Pflicht nicht gebietet.“