Mit einem musikalischen Höhepunkt wurden die 49. Neuberger Kulturtage am Samstag feierlich eröffnet. Die traditionsreiche Veranstaltungsreihe steht erneut unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der sich den Start gemeinsam mit Ehefrau Doris Schmidauer nicht entgehen ließ.
Der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek wurde bei der Eröffnung von Landesrat Hannes Amesbauer vertreten. Der gebürtige Neuberger betonte in seinen Grußworten, dass Kultur keineswegs ausschließlich in den Städten funktioniere. Landesrat Karlheinz Kornhäusl verwies zudem auf die hohe Qualität der Neuberger Kulturtage, deren Strahlkraft und Wertschätzung weit über die Landesgrenzen hinausreiche. „Man spürt, dass die Menschen hier für Kunst und Kultur brennen“, betonte er.
Symphonie mit „allem, was die Musik zu bieten hat“
Den musikalischen Auftakt bildete unterdessen Anton Bruckners Symphonie Nr. 5 in B-Dur. Unter der Anleitung des künstlerischen Leiters Stefan Flader begeisterte die Philharmonie Brno das Publikum in der Hallenkirche des ehemaligen Zisterzienserstiftes Neuberg.
Bereits vor Konzertbeginn stimmte Universitätsprofessor Harald Haslmayr auf das Werk ein. Bruckner habe versucht, „alles, was die Musik zu bieten hat“, in dieser Symphonie zu vereinen. Für Haslmayr gleicht die Fünfte einer großen Kathedrale: „Jeder Stein hat seinen Sinn.“ Zugleich bezeichnete er das Werk als „Logbuch der Schöpfung“ – ein Bild, das im sakralen Ambiente der ehemaligen Zisterzienserkirche besonders eindrucksvoll zur Geltung kam.
Mit dem Eröffnungskonzert fiel zugleich der Startschuss für eine hochkarätige Konzertreihe in der Sommerfrische- und Welterberegion Semmering, die in den kommenden Wochen wieder zahlreiche Besucherinnen und Besucher mit erstklassigen musikalischen Darbietungen begeistern wird.