Bevor die Neugierde auf das Tibetzentrum in Oberzeiring gestillt werden konnte, mussten etliche Besucherinnen und Besucher einen kleinen Berg erklimmen, denn der Parkplatz vor dem ehemaligen Hotel reichte für den großen Besucherandrang nicht aus. Fast wie eine Pilgerreise, lachte eine Dame aus Judenburg, aber so konnte man die herrliche Landschaft auch noch pur erleben.
Beim Eintritt in das Gebäude, wo zukünftig Seminare, Vorträge und buddhistische Belehrungen stattfinden, ist man schnell in einer anderen, sehr beruhigenden und spannenden Welt angekommen, denn viele buddhistische Zeichen und Symbole hängen an den Wänden und wollen entschlüsselt werden. Auf diese Aufgabe freut sich das Team vom Tibetzentrum, denn in den Dialog zwischen den Kulturen treten ist eine ihrer Aufgaben.
Entzünden der Buddha Lampen
Im großen Saal wurden die Gäste nach dem Entzünden der Buddha Lampen von Direktor Ven. Lama Geshe TenDhar begrüßt, dessen Rede aus dem Tibetischen von Matthias Staber übersetzt wurde. Glücklich sei man, nach fast zwei Jahrzehnten in Kärnten, nun das Institut im steirischen Oberzeiring weiterführen zu können. Man muss kein Buddhist sein oder werden, war dem Schüler des Dalai Lama wichtig zu erwähnen, denn die Kultur und der Wissensschatz Tibets werde an alle Menschen weitergegeben, die sich dafür interessieren.
Gruß- und Willkommensworte richteten dann auch OBR-Repräsentantin für die Steiermark Inge-Margaretha Brenner, Bürgermeister Ewald Haingartner und Pfarrer Andreas Fischer an das Bildungszentrum. Besonders die Rede des Pölstaler Seelsorgers war emotional und unterstrich den Tenor, dass menschliches Leben nicht in Isolation, sondern gegenseitiger Bestärkung gelingt und an diesem Ort tiefer Friede herrschen wird.
Nach spiritueller MusiK auf der Drannye, der tibetischen Laute, wurde der 91. Geburtstag vom Dalai Lama mit dem Sprechen des Langlebensgebet und einem kräftig intonierten Happy Birthday des gesamten Publikums gefeiert. Als wollten wollten auch sie mitfeiern, läuteten nun die Kirchenglocken zur Mittagszeit, denn Tashi Delek, der tibetische Gruß und Grüß Gott liegen doch ganz nah beieinander.