Es war etwa 9.30 Uhr, als ein 44-jähriger Mann aus dem Bezirk Wolfsberg einen Lkw samt Kranaufbau – beladen mit einem Bagger mit angehängtem Tiefladeanhänger – im Bezirk Wolfsberg auf der L144 von Mettersdorf kommend in Richtung Messensach lenkte. Im Bereich dieser Strecke dürfte der nicht eingefahrene Kran des Zugfahrzeugs bei einer Oberleitung der dort befindlichen Eisenbahnanlage hängen geblieben sein und diese auf einer Länge von rund 800 Metern zu Boden gerissen haben.

Kurzschluss mit Folgen

Vermutlich durch einen Kurzschluss fiel die gesamte Elektronik sowie der Motor des Lkw aus. Der 44-Jährige konnte das Fahrzeug knapp 50 Meter nach dem Bahnübergang anhalten und dieses unverletzt verlassen.

© FF Maria Rojach

Durch die Unterbrechung der Oberleitung mussten zwei Personenzüge angehalten werden – aus diesen Zügen wurden durch die Feuerwehr insgesamt 13 Personen evakuiert, niemand wurde verletzt. Die L144 musste im Bereich der Bahnübersetzung für den gesamten Verkehr gesperrt werden. Die Sperre wird bis zum Abschluss der Instandsetzungsarbeiten aufrecht bleiben. Durch die Straßenmeisterei Lavamünd wurde eine örtliche Umleitung eingerichtet.

Bahnverkehr unterbrochen

Der Bahnverkehr zwischen Wolfsberg und St. Paul im Lavanttal ist voraussichtlich bis Donnerstag unterbrochen. Durch die ÖBB wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Am Lkw dürfte Totalschaden entstanden sein. Der Schaden an der Oberleitung der ÖBB ist derzeit noch nicht bekannt.

Im Einsatz standen neben den Beamten der Polizeiinspektion St. Andrä und Wolfsberg, die Freiwilligen Feuerwehren von Jakling, St. Andrä, Kollnitz und Maria Rojach sowie die Straßenmeisterei Lavamünd.