Kalte Luft kann Asthma-Anfälle auslösen.

Asthma ist eine Erkrankung der Atem-Wege.

Bei einem Asthma-Anfall bekommt die betroffene Person sehr schlecht Luft und muss husten.

Es gibt auch Asthma bei heißem Wetter und vor allem bei einem Gewitter.

Das heißt auch Gewitter-Asthma.

Gewitter-Asthma kommt nur selten vor.

2016 mussten in Australien über 3.000 Personen wegen Asthma und allergischen Beschwerden im Kranken-Haus behandelt werden.

Das war nach einem Gewitter.

8 Personen starben an ihren Beschwerden.

Das hat Jeroen Buters geschrieben.

Buters ist vom Zentrum für Allergie und Umwelt der Technischen Universität München.

Buters hat einen Beitrag für den Allergie-Informations-Dienst der Helmholtz-Gemeinschaft geschrieben.

Die Helmholtz-Gemeinschaft ist ein Zusammen-Schluss von vielen verschiedenen Forschungs-Einrichtungen in Deutschland.

Die Forschungs-Einrichtungen beschäftigen sich mit verschiedenen Themen.

Das heißt: Fach-Leute untersuchen verschiedene Dinge ganz genau.

Die Fach-Leute versuchen Lösungen für Probleme zu finden.

In Australien mussten 2016 fast 500 Personen länger im Kranken-Haus bleiben.

Normalerweise müssen in so einem Fall nur ungefähr 50 Personen im Kranken-Haus bleiben.

Das hat die Pharmazeutische Zeitung geschrieben.

Pharmazeutisch (gesprochen: farmazeutisch) ist alles, was mit Medikamenten zu tun hat.

Gewitter-Asthma beginnt 30 Minuten nach Gewitter-Beginn

Für viele Allergiker sind Sommer-Gewitter angenehm.

Danach ist es weniger schwül.

Auch Personen mit Heu-Schnupfen freuen sich über ein Gewitter.

Bei Gewittern können Menschen aber Gewitter-Asthma bekommen.

Das betrifft vor allem Personen:

·        mit Asthma

·        mit Atemwegs-Allergien, wie zum Beispiel Heu-Schnupfen

Menschen mit Heu-Schnupfen bekommen öfter Gewitter-Asthma als Menschen mit Asthma.

Auch Menschen mit leichtem Heu-Schnupfen können Gewitter-Asthma bekommen.

Das schreibt die deutsche Apotheker-Zeitung.

Ein Gewitter-Asthma hat ganz klare Anzeichen.

Starke allergische Beschwerden beginnen ungefähr 20 bis 30 Minuten nach dem Beginn von einem Gewitter.

Forscher glauben, dass in dieser Zeit besonders viele Allergene in der Luft sind.

Deshalb kommen viele Allergene beim Einatmen in die Atem-Wege.

Forscher sind Personen, die sich mit einem bestimmten Thema ganz genau beschäftigen.

Allergene sind Stoffe, die Allergien auslösen.

Eine halbe Stunde nach Beginn eines Gewitters können allergische Asthma-Anfälle oder Heu-Schnupfen besonders schlimm sein.

Das sagt Buters.

Aufgewirbelte Pollen

Vor einem Gewitter werden mehr Pollen und Pilz-Sporen aufgewirbelt.

Wegen der Luft-Feuchtigkeit quellen die Pollen auf, und platzen.

Die Allergene fliegen in die Luft.

Sie fallen dann in großen Mengen wieder auf den Boden.

Das sagen die Fach-Leute.

Wenn die Pollen aufplatzen, entstehen kleine Teilchen.

Diese Teilchen kommen tief in die Bronchien in der Lunge.

Es kann auch sein, dass die Pollen sich bei Gewitter öffnen.

Wenn die Pollen geöffnet sind, können sie die Allergene leichter freisetzen.

Wenn die Luft sich bewegt, fliegen kleine Teilchen durch die Luft.

Zum Beispiel bei Wind.

Diese kleinen Teilchen gehen in die Lunge.

Bei einem Gewitter sind zusätzlich auch Erde, Bakterien und Schimmel-Sporen in der Luft.

Das schreibt der deutsche Allergie-Informationsdienst.

Personen mit Heu-Schnupfen oder schlecht behandeltem Asthma bekommen öfter Gewitter-Asthma.

Auch Personen ohne Asthma können Gewitter-Asthma bekommen.

Wenn das passiert, wurde das Asthma bei der Person vorher noch nicht entdeckt.

Das Asthma kommt dann bei einem Gewitter zum 1. Mal.

Tipps für Betroffene

Haben Sie starkes allergisches Asthma oder Heu-Schnupfen?

Dann bleiben Sie bei einem Gewitter drinnen.

Wenn Sie bei einem Gewitter draußen sein müssen, schützen Sie Ihre Atem-Wege.

Atmen Sie über ein Tuch durch die Nase ein.

Atmen Sie über den Mund ohne Tuch aus.

Das sagt der deutsche Bundes-Verband der Pneumologen.

Ein Pneumologe ist ein Fach-Arzt für Lungen-Krankheiten und Atemwegs-Krankheiten.

Allergologen empfehlen eine Therapie des Immun-Systems.

Diese Therapie heißt Hypo-Sensibilisierung (gesprochen: Hüpo-Sensibilisierung).

Allergologen sind Ärzte, die sich gut mit Allergien auskennen.

Eine Therapie ist eine Behandlung.

Das Immun-System (gesprochen: Immun-Süstem) hilft dem Körper, gesund zu bleiben.
Das Immun-System kämpft gegen alles, was dem Körper schadet.

Die Therapie kann auch bei Gewitter-Asthma helfen.

Asthma-Patienten können auch vorbeugend ihre Medikamente einnehmen, wenn ein Gewitter kommt.

Asthma-Medikamente sind oft Kortison-Sprays zum Inhalieren.

Kortison-Sprays erweitern die Bronchien und die Person bekommt wieder besser Luft.