Die Kärntner Landesregierung hat den Landesbeitrag für Schutzmaßnahmen am Feuersbergerbach-Luschnikgraben in der Gemeinde Globasnitz/Globasnica beschlossen. Damit kann ein wichtiges Projekt der Wildbach- und Lawinenverbauung umgesetzt werden, welches die Sicherheit im Siedlungsbereich erhöht und wichtige Verkehrsverbindungen besser absichert.
„Wenn Naturereignisse Siedlungsräume und Zufahrten gefährden, dann betrifft das den Alltag der Menschen ganz unmittelbar. Mit 268.000 Euro investieren wir deshalb gezielt in den Schutz der Bevölkerung in Globasnitz. Das fachlich geprüfte und an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Schutzkonzept stärkt genau das, was vor Ort zählt: Sicherheit im Ortskern und eine verlässliche Zufahrt nach Slovenjach“, betont Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger (SPÖ).
Bergrutsch
Auslöser für das Projekt war ein Bergrutsch, der sich nach den Starkniederschlägen im August 2023 östlich des Simonbergs ereignete. Damals gelangten rund 115.000 Kubikmeter Erd- und Gesteinsmaterial in den Luschnikgraben. Bei Hochwasser kann dieses Material weiter in den Feuersbergerbach und den Globasnitzbach transportiert werden, wodurch der Abfluss im Siedlungsbereich belastet wird.
Aus diesem Grund soll am Ausgang des Luschnikgrabens ein Geschieberückhalt gebaut werden. Dieser hält grobes Material zurück und entlastet somit den Unterlauf. Zusätzlich wird der Bachlauf an einigen Stellen angepasst, um Ausbrüche im Bereich der Zufahrtsstraße nach Slovenjah zu verhindern.
Zufahrten absichern
„Der Bergrutsch am Simonberg hat uns deutlich vor Augen geführt, wie sehr unsere Infrastruktur bei Naturgefahren in Mitleidenschaft gezogen wird, was dann in weiterer Folge auch eine Bedrohung für die Bevölkerung vor Ort bedeuten kann. Wir wollen nicht nur unsere Siedlungen vor solchen schwerwiegenden Ereignissen schützen, sondern müssen auch die Zufahrten dorthin absichern. Mit der Umsetzung des vorliegenden Projekts soll Slovenjach zukünftig zuverlässig erreichbar bleiben”, so Straßenbaureferent Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber (ÖVP).
Die Gesamtkosten des Projekts betragen 1,34 Millionen Euro. Davon übernimmt der Bund 830.800 Euro, der Schutzwasserverband Völkermarkt-Jaunfeld 201.000 Euro und das Land Kärnten insgesamt 308.200 Euro. Den größten Landesanteil trägt der Bereich von LRin Marika Lagger-Pöllinger mit 268.000 Euro für Wasser- und Lawinenschutzbau. Weitere 40.200 Euro kommen aus dem Bereich Straßen und Brücken von Gruber. Die Umsetzung ist von 2026 bis 2028 vorgesehen.