Gute Nachrichten für alle, die planen, zu Ferienbeginn mit dem Flugzeug ab Wien in den Urlaub abzuheben: Am Flughafen Wien fällt bis zur Hauptreisezeit im Sommer die derzeit geltende 100-Milliliter-Grenze für Flüssigkeiten im Handgepäck. Pünktlich zu Ferienbeginn Anfang Juli gehen die neuen Sicherheitsscanner in Betrieb, mit denen künftig Flüssigkeiten von bis zu zwei Litern pro Behälter kontrolliert werden können. Die neuen Geräte wurden bereits im Vorjahr auf EU-Ebene zugelassen.

Neue Scanner „bereits im Einsatz“

Im ORF-Interview hat Flughafenvorstand Julian Jäger den Zeitplan nun bestätigt. „Die Scanner sind großteils schon im Einsatz, bis Ferienbeginn werden sämtliche Sicherheitskontrollstationen umgerüstet sein“, sagt Jäger in der ORF-Sendung „Wien heute“. Und fügt noch hinzu: „Wer am ersten Ferientag seinen Urlaub antritt, kann hundertprozentig sicher sein, dass man in Wien nicht mehr den Laptop rausnehmen muss, nicht mehr das iPad rausnehmen muss und dass man auch bis zu zwei Liter Flüssigkeiten mitführen und in den Flieger mitnehmen kann.“

International sind die Geräte bereits teilweise im Einsatz. In Großbritannien und Italien sind viele Flughäfen umgerüstet, während Deutschland etwa in Frankfurt und Berlin nachzieht. In Wien wurden in die Umstellung kolportierte 25 Millionen Euro investiert. An den Regionalflughäfen in Österreich gilt derzeit weiterhin die 100-Milliliter-Regelung, die Check-In-Zeiten sind aber meist ohnehin kürzer als an den großen, internationalen Flughäfen.

Scanner mit Computertomographie

Die Scanner arbeiten mit Computertomographie und erzeugen dreidimensionale Bilder des Gepäcks. Dadurch müssen Flüssigkeiten und elektronische Geräte wie Laptops bei der Kontrolle nicht mehr separat ausgepackt werden, was kürzere Wartezeiten ermöglicht.

Der Flughafen wies aber gegenüber der APA darauf hin, „dass diese Technologie primär dazu da ist, dass die Reisenden ihre Flüssigkeiten nicht aus dem Gepäck nehmen müssen. Wir empfehlen Reisenden daher weiterhin, Flüssigkeiten nur in beschränktem Umfang mitzunehmen.“