Am Samstagvormittag wurde die Bergrettung Reichenau zu einem Rettungseinsatz im Höllental alarmiert. Ein 29-jähriger Tscheche war dort im Klettergarten der Naturfreunde im Weichtalhaus beim Begehen des Übungsklettersteiges am Knie von einem Stein getroffen worden. Der Mann stürzte daraufhin in sein Klettersteig-Set und erlitt eine Knieverletzung sowie eine stark blutende Wunde.

Ein in der Nähe kletternder Bergretter stieg als Erster zum Unfallort auf und sicherte den verletzten Mann ab, ehe die Einsatzmannschaft aus Reichenau 20 Minuten nach der Alarmierung eintraf. „Parallel dazu wurde der Kletterfelsen in Abstimmung mit der anwesenden Polizei für die Bergung gesperrt, um jede weitere Gefahr durch Steinschlag für den Verunfallten, das Bergeteam und andere Alpinisten auszuschließen“, erklärt die Bergrettung.

Mittels Kaperbergung – einer speziellen Form der Taubergung, die vor allem zum Einsatz kommt, wenn die betroffene Person noch im Seil hängt – wurde der Tscheche schließlich aus der Wand abgeseilt und mit der Gebirgstrage zum Parkplatz gebracht, wo der Rettungsdienst die weitere Versorgung übernahm. Der Übungsfelsen wurde im Anschluss wieder für die Sportlerinnen und Sportler freigegeben.

Einsatzreicher Mai

Für die Reichenauer Bergrettung ging damit ein fordernder Monat zu Ende: Neben viel Sonnenschein brachte der Mai nämlich insgesamt 13 Alarmierungen für die Einsatzkräfte. Neben mehreren Rettungsaktionen nach Stürzen und Verletzungen, half man unter anderem einer verirrten Frau am Krummbachstein, die einige Hinweisschilder übersehen hatte. Am vergangenen Freitag unterstützte man außerdem die Feuerwehr bei der Bekämpfung eines Waldbrandes bei Schwarzau im Gebirge.