Die Kärntner Schlagersängerin Melissa Naschenweng sprach in der neuen Krone-Podcastfolge „Message, Macht, Medien“ mit Gerald Fleischmann ungewöhnlich offen über gesellschaftliche Themen. Im Zentrum standen ihr Sicherheitsgefühl als Frau, ihre Haltung zum Gendern und die Debatte um Andreas Gabalier.
Fühlt sich nicht sicher
Naschenweng sagt, sie fühle sich nachts allein als Frau in Großstädten nicht sicher und finde es schade, „dass man im eigenen Land Angst haben muss“. Gleichzeitig betont sie, dass es „überall schwarze Schafe“ gebe und das Problem nichts damit zu tun habe, dass sie prominent sei. In ihrem Heimatdorf sei dieses Unsicherheitsgefühl hingegen kein Thema.
„Ich gendere nicht“
Auch beim Gendern bleibt sie klar: Sie gendere nicht beziehungsweise fast nie, weil sie sich damit sprachlich schwertue. „Ich gendere auch nicht, zum Beispiel, weil da werde ich einfach im Leben nicht mehr fertig“, sagt Naschenweng und erklärt, sie wisse oft gar nicht mehr, „ob das grammatikalisch richtig ist“. Eine Abwertung von Frauen sieht sie darin nicht, denn sie fühlt sich „trotzdem gleich viel wert“, auch ohne gendergerechte Sprache.
„Fühle mich nicht diskriminiert“
Auch zur Hymnen-Debatte um Andreas Gabalier, der die „alte“ Hymne ohne „Töchter“ sang, zeigt sie eine klare Haltung. Sie könne die Aufregung darüber nicht nachvollziehen, sagt Naschenweng. Sie habe das nie schlimm gefunden. Gabalier habe die Bundeshymne eben „so gesungen, wie er es gelernt hat“. Persönlich fühle sie sich dadurch nicht benachteiligt. „Ich fühle mich deswegen nicht diskriminiert als Frau.“