Eine absolute Ausnahmesituation steht dem Kärntner Fußball-Unterhaus bevor. In der Unterliga Mitte spitzt sich nämlich der Kampf um den Meistertitel und den zweiten Fixaufsteigerplatz in die Kärntner Liga zu. Um wettbewerbsverzerrende Vorgänge zu vermeiden, werden die Partien zwischen dem Tabellenzweiten Landskron und den punktegleichen Sirnitzern sowie das Match zwischen Askö Wölfnitz und dem Tabellenführer aus Feldkirchen am Samstag gleichzeitig um 18 Uhr angepfiffen. Eine Tabellensituation, die sich in Wölfnitz über den Sportplatz hinaus bemerkbar macht.
Denn der Verein erwartet einen hohen Besucherandrang, speziell auf Seiten der Gäste aus Feldkirchen. „Ob 300 oder 800 Besucher - wir sind gerüstet“, sagt Wölfnitz-Präsident Gerhard Engl, der das Duell kaum erwarten kann. Sein Sportplatz kämpft aber mit Parkplatzproblemen, weshalb der Verein vorsorgen musste. In Wölfnitz werden am Samstag der Römerweg und die Hauptstraße zur Einbahn umfunktioniert, beide Straßen dienen im Zuge der Partie als Besucherparkplatz.
Die Klagenfurt Mobil GmbH (KMG) ist somit gezwungen, den Busverkehr umzuleiten. Die Linie 3 der KMG fährt von 16 Uhr bis Betriebsende ab der Haltestelle Felsenschmiedgasse über die Feldkirchner Straße stadteinwärts. „Für die Haltestelle Wölfnitz Ort wird in der Feldkirchner Straße eine Ersatzhaltestelle (Postbus) eingerichtet“, heißt es in einer Aussendung der KMG. Dass sich ein Unterhaus-Spiel sogar auf den Busverkehr auswirkt, hat in Klagenfurt Seltenheitswert.
Feldkirchen kommt mit dem Bus
In den sozialen Medien mobilisiert der SV Feldkirchen seine Anhänger, bietet sogar einen Fanbus ins rund 20 Kilometer entfernte Wölfnitz an. Der Verein erhofft sich beim Auswärtsspiel ein „Champions-League-Feeling“, mit dem Aufstieg als Belohnung. Für die Gastgeber aus Klagenfurt wird der Weg in die Kärntner Liga wiederum nur mit etwas Glück möglich. Der Tabellenvierte muss dafür Feldkirchen schlagen. Das 1:1 gegen Ludmansdorf in der Runde zuvor sorgte für eine schwierige Ausgangsposition. „Aufgegeben wird nur ein Brief, aber kein Fußballmatch“, sagt Trainer Michael Geyer.