„Das ist wirklich großartig“, freut sich Andreas Koseak, Obmann von „foodsharing Österreich“. Im ersten Moment war der Schock und Ärger über den dreisten Diebstahl zwar groß, schnell wurde daraus aber ein Zeichen für Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement: Nachdem der alte Kühlschrank am foodsharing-Standort in Reininghaus Mitte Mai einfach als Ganzes abtransportiert wurde, stellte eine private Spenderin einen neuen zur Verfügung. Rasch waren Leute gefunden, die ihn am Pfingstmontag aufgestellt haben. Und jetzt ist er wieder im Einsatz. „Sogar mit Gefrierfach“, so Koseak.
Die Idee hinter der foodsharing-Initiative: Es werden Lebensmittel zur freien Entnahme angeboten, und zwar für alle. Noch genießbare Lebensmittel aus dem Handel, der Gastronomie und auch aus privaten Haushalten werden gesammelt und über „Fairteiler“ der Allgemeinheit kostenlos zur Verfügung gestellt. Gut 20 solcher Standorte gibt es in Graz, rund gleich viele in Graz-Umgebung. Alle werden ehrenamtlich betreut.
„Wir hätten sogar einen zweiten Kühlschrank haben können, der uns ebenfalls angeboten wurde“, erzählt Koseak. Nach der Diebstahl-Erfahrung hat man schon Ideen, wie man den neuen Kühlschrank möglichst gut sichern kann.