Deutschlands größter Gewehrfabrikant Heckler & Koch hat seinen Gewinn im ersten Quartal in die Höhe katapultiert. Das Ergebnis des Unternehmens aus Oberndorf in Baden-Württemberg stieg von 5,7 auf über 20 Millionen Euro. Ein Plus von 253 Prozent. Der Umsatz von Jänner bis März wurde um 57 Prozent auf 128 Millionen Euro gesteigert.

Wenig verwunderlich war der Auftragseingang mit 128 Millionen Euro deutlich höher als im Vorjahreszeitraum mit 100 Millionen Euro. Und Heckler & Koch dürfte auch in den kommenden Jahren kräftig Kasse machen, wenn man im Rahmen langfristiger Lieferverträge Waffen an Nato-Armeen ausliefert. So bekommt die deutsche Bundeswehr schrittweise 80.000 neue Sturmgewehre, die das veraltete G36 ablösen sollen. Vermutlich werden es noch mehr, ein Rahmenvertrag ermöglicht Bestellungen über weitere 170.000 Gewehre.

Für das Gesamtjahr „strategisch gut positioniert“

Im weiteren Jahresverlauf sieht sich die Waffenschmiede „strategisch gut positioniert“, sagt Firmenchef Jens Bodo Koch. „Die hohe Nachfrage bestätigt unseren Kurs und unsere Investitionen in Kapazitäten, Technologie und Infrastruktur.“ Finanzvorstand Andreas Schnautz: „Gleichzeitig schaffen wir mit gezielten Investitionen die Grundlage dafür, unser Wachstum langfristig fortzusetzen und unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter auszubauen.“

Heckler & Koch stellt Sturmgewehre, Maschinengewehre, Pistolen, Maschinenpistolen und Granatwerfer her. Die Firma hatte zum Jahreswechsel 1340 Beschäftigte. Der größte Teil des Personals arbeitet am Stammsitz in Oberndorf im Nordschwarzwald, weitere kleinere Standorte gibt es in den USA und Großbritannien. In den USA hat die Firma ein Montagewerk. Zu den Konkurrenten gehören Beretta aus Italien und der zur tschechischen CZ-Gruppe gehörende US-Waffenhersteller Colt und Haenel aus Thüringen.