Es war zu erwarten, dass spätestens mit Beginn der WM-Vorbereitung das WM-Fieber noch einmal einen deutlichen Schub bekommen würde. Ausgehend vom ersten offiziellen Training im Rahmen des unmittelbaren WM-Camps ist die Fieberkurve schon in beachtliche Höhen geklettert.

Rund 1000 Tickets hat der ÖFB für die öffentliche Einheit im Campus in der Seestadt vergeben, viele davon an Schulklassen. Schon vor dem Trainingsstart um 11.30 Uhr war die Tribüne entsprechend gut gefüllt, der Lärmpegel beachtlich. Das Traumwetter tat ein übriges. Wer in dieser Übungsstunde im Mittelpunkt des Publikumsinteresse stehen würde, war in jenem Moment klar, als die rot-weiß-roten WM-Hoffnungsträger den Platz betraten. „A-L-A-B-A“-Chöre waren aus zahlreichen Mündern zu vernehmen. Der Superstar genoss nicht nur als Wiener Heimvorteil, sondern wuchs auch in der unmittelbaren Nachbarschaft auf und kickte einst in er Jugend des SV Aspern.

Das ÖFB-Team präsentierte sich in einer lockeren Einheit mit diversen Spielformen – nur Patrick Wimmer stand nicht auf dem Platz, Florian Grillitsch trainierte individuell. Dass Alaba im abschließenden Match auf verkleinertem Feld zum Siegerteam gehörte und sich auch in die Schützenliste eintrug, sorgte für entsprechenden Jubel.

Nach 50 Minuten war die Show schon wieder vorbei und die Spieler gingen zum Programmpunkt über, wegen dem viele Schaulustige die Reise mit der U-Bahn U2 an den Äußersten Rand Wiens angetreten haben. Die Spieler schrieben Autogramme, standen für Selfies zur Verfügung. 20 bis 30 Minuten waren ausgemacht, doch einer überschritt dieses Zeitlimit im Sinne der Fans deutlich. David Alaba erfüllte auch dann noch Fanwünsche, als die übrigen Spieler schon per Lautsprecherdurchsage in die Kabine gebeten wurden.