In den nächsten Wochen begegnen sich viele Mitarbeiter namhafter Firmen abseits des Büros und im Arbeitsgewand statt in schicker Business-Garderobe. Denn sie packen bei den Engagementtagen vom Netzwerk „Verantwortung zeigen!“ wieder tatkräftig mit an. Die Palette ist groß bei den rund 120 Projekten, die in Kärnten und in der Steiermark in Angriff genommen werden. Auf dem Programm stehen unter anderem Renovierungen, Gartenprojekte, Kochen für obdachlose Menschen, die Organisation von Sommerfesten oder Ausflüge für Kinder mit Migrationshintergrund.

Unterstützer der ersten Stunde

Am Dienstag erfolgte der offizielle Startschuss im Spiegelsaal der Kärntner Landesregierung. Insgesamt 50 namhafte Unternehmen arbeiten dieses Mal mit sozialen Einrichtungen und Naturschutzorganisationen zusammen. Die Unternehmen Atrio, BKS Bank, Volksbank Kärnten, Casino Velden und Kelag sind seit 2010 mit Teams dabei. Auch die Diakonie de La Tour und das Hilfswerk Kärnten beteiligen sich seit Beginn mit vielen Standorten. Im Laufe der Jahre sind auch viele Unternehmen wie Alpacem, Hasslacher, Fischer Edelstahlrohre, Energie Steiermark, Ikea Graz, AT&S, Frutura und KNAPP dazu gestoßen.

Iris Straßer, Verantwortung zeigen
Iris Straßer, Verantwortung zeigen © VZ

Im Mittelpunkt der Engagementtage, die seit 2010 jährlich über die Bühne gehen, steht nicht die finanzielle Unterstützung, sondern der persönliche Einsatz der Menschen. „Es geht darum, Zeit zu schenken“, sagt Iris Straßer vom Netzwerk Verantwortung zeigen!. Dieses Jahr tun das 4000 Menschen in den beiden Bundesländern. Doch ihr Einsatz ist nicht nur wertvoll, sondern hat auch einen beachtlichen Wert. Wie Organisatorin Iris Straßer ausgerechnet hat, lässt er sich mit über 800.000 Euro für über 1050 Arbeitstage und Sachleistungen beziffern.

Trotz der aktuellen geopolitischen Herausforderungen wird am Engagement nicht gespart. „Wir merken im Netzwerk, dass die Unternehmen sehr damit beschäftigt sind, doch keines hat uns gesagt, dass es nicht mitmachen will oder weniger leisten möchte“, freut sich Straßer. Vor allem junge Mitarbeitenden seien begeistert und sehr bereit, einen gesellschaftlichen Beitrag zu leisten.