Trotz für Landwirtschaft und Natur segenbringender Niederschläge zur Zeit der „Eisheiligen“, bleibt der regionale Wasserhaushalt auf niedrigem Niveau. Johannes Moser – beim Amt der Kärntner Landesregierung zuständig für Hydrografie, also geografische Gewässerkunde – sieht keinen Grund zur Entwarnung: „Es besteht nach wie vor Trockenheit – wir sind noch immer im Niedrigwasserbereich.“ Deshalb bleiben betroffene Unterkärntner Gemeinden bei ihren Aufrufen zum Wassersparen – samt Einschränkungen bei Poolbefüllungen.

Kein Verbot mehr – aber Meldepflicht

Griffen ging mit seiner Verordnung, die das Befüllen von Schwimmbecken, -bädern und Pools jeglicher Art, das Bewässern von Rasenflächen, Grünanlagen, Hecken und Bäumen, das Waschen von Kraftfahrzeugen und Verkehrsflächen und das Verdünnen von Gülle untersagt, am weitesten. Diese Maßnahme und die jüngsten Niederschläge – mit dem Regen sei der Wasserverbrauch zurückgegangen – hätten Entspannung gebracht, berichtet Bürgermeister Josef Müller (ÖVP). „Poolfüllungen sind wieder möglich, wenn sie bei der Gemeinde angemeldet sind – also in Abstimmung mit der Gemeinde“, so Müller.

Josef Müller, Bürgermeister von Griffen
Josef Müller, Bürgermeister von Griffen © KLZ / Helmuth Weichselbraun

Dazu gibt es einen Pool-Befüllungskataster für Pools ab einem Fassungsvermögen von 5 Kubikmetern mit der Begründung, „dass die Wasserverbrauchsspitzen durch Poolfüllungen eine, wenn auch kurze, Trinkwasserknappheit auslösen“. Daraus folgt: „Jeder Poolbesitzer hat bei der Marktgemeinde Griffen im Büro für Wasserangelegenheiten bei Herrn Daniel Gerold unter der Telefonnummer 04233 2247-31 mitzuteilen, wann er seinen Swimmingpool füllen will.“ Da es nur eine begrenzte Anzahl an Swimmingpool-Befüllungen pro Woche gäbe, muss dies „rechtzeitig“ geschehen.

Nebeneffekt der leicht entspannten Lage in der Marktgemeinde war, dass das Griffner Freibad mit gemeindeeigenem Wasser eingelassen werden konnte, berichtet Müller. Auf eine Wasserlieferung aus der Stadtgemeinde Völkermarkt war man dazu nicht mehr, wie ursprünglich angenommen, angewiesen.

Maria Knauder, Bürgermeisterin von St. Andrä
Maria Knauder, Bürgermeisterin von St. Andrä © Elisabeta Mirion

In Reichenfels, wo es auch in letzter Zeit verhältnismäßig wenig Niederschlag gab, bleibt man ebenfalls beim Wassersparen: „Um Engpässe in der Wasserversorgung zu vermeiden, sind Poolfüllungen nur nach vorheriger Abstimmung mit der Gemeinde möglich.“ Und zwar unter 0664 1054387. Dasselbe gilt auch für andere Gemeinden wie St. Paul (04357 2017-27), Bad St. Leonhard (0664 28 27 774), Lavamünd (04356 2555-16), Ruden (04234 218) und St. Andrä (04358 2710-35) sowie St. Gertraud (04352 72180). „Ein logisch denkender Poolbefüller sollte sich generell immer mit der Wasserversorgung absprechen“, kommentiert St. Andräs Bürgermeisterin Maria Knauder (SPÖ).

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Ihr Gemeindeamt.