Der Egelsee ist ein besonderes Naturjuwel am Höhenrücken des Hochgosch in der Stadtgemeinde Spittal. Eine neuadaptierte Infrastruktur zur Besucherlenkung soll zukünftig einen geordneten Zugang schaffen und dazu beitragen, Trittschäden im Moor zu vermeiden. Für Bürgermeister Gerhard Köfer und Vizebürgermeisterin Angelika Hinteregger stehen neben dem Naturschutz auch die Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund: „Der Egelsee ist ein wichtiges Naherholungsgebiet in unserer Gemeinde. Die Zugänglichkeit für die Bevölkerung und auch unsere Gäste ist mir ein großes Anliegen. Durch die Besucherlenkung können wertvolle Moorpflanzen wie Torfmoose oder der Sonnentau dauerhaft geschützt werden.“
Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger sieht den Egelsee ebenfalls als Naturjuwel, das viele Menschen berührt und zugleich besonders sensibel ist. Die Lenkungsinfrastruktur steht im Einklang mit den Naturschutzzielen. Die neue Steganlage bietet einen schönen Rastplatz am See, mit attraktiven Sitzmöglichkeiten und Informationen zum Moor und seinem hohen naturschutzfachlichen Wert.
Moorfläche wurde der Natur zurückgegeben
Durch die Neuadaptierung der Steganlage und die erhöhte Führung der Zuwegung auf Piloten konnte die Bodenbeanspruchung im Moorbereich auf ein Minimum reduziert werden. Statt ehemals 78 Quadratmeter überbauter Moorfläche und mindestens 150 Quadratmeter durch Trittschäden degradierter Moorfläche sind nunmehr nur mehr wenige Quadratmeter an Land beansprucht. Im Gegenzug wurden Trampelpfade rückgebaut und durch eine Bepflanzung weniger sichtbar gemacht. Damit wurden 80 Prozent der vormals beanspruchten Moorfläche wieder der Natur zurückgegeben.
Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 373.900 Euro wurde aus EU-Mitteln der ländlichen Entwicklung finanziert und vom Land Kärnten unterstützt. Die Umsetzung erfolgte mit der Firma Holzbau Moser, begleitet durch das E.C.O. Institut für Ökologie und die Urban & Glatz Ziviltechnikergesellschaft.