An der Staatsoper präsentiert man zwei Premieren, wobei John Neumeiers biografische Hommage an Vaslav Nijinsky am 20. Oktober den Auftakt macht. "Nijinsky" sei sehr komplex zu tanzen und auch für das Publikum eine Herausforderung, unterstrich Ferri: "Das ist ein sehr schwerer, dramatischer Ballettabend."
Und auch die zweite Staatsopern-Premiere ist einer Einzelperson gewidmet, blickt Wayne McGregor mit seinem Triptychon "Woolf Works" doch auf das Leben von Schriftstellerin Virginia Woolf aus ihrem Oeuvre heraus. Dieser Premierenabend ist für den 20. April 2027 angesetzt. "Meine Generation hätte diese Art des Stücks nie machen können", verwies Ferri auf die unterschiedlichen Attitüden der Tanzgenerationen. Und traditionell bildet die Ballettgala am 28. Juni 2027 den Saisonabschluss im Haus am Ring.
In der Volksoper präsentiert man indes am 16. Jänner 2027 "Masterpieces for Two", das fünf Duette von Michel Fokine, Maurice Béjart, Angelin Preljocaj, George Balanchine und Jerome Robbins vereint. Und mit "Burden Loops" von Eno Peci am 12. Juni 2027 hat man zu Musik von Philip Glass in der kommenden Saison auch eine Uraufführung im Talon, die für den Abend mit Alberto Alonsos "Carmen Suite" zusammengespannt wird. Schließlich setzt man auch im Kinderbereich auf eine Uraufführung, wenn in der Staatsopern-Dependance NEST am 22. November "Der kleine Prinz" von Adi Hanan zu Musik von Debussy erstmals gezeigt wird.
Stolz und überrascht sei sie, wie schnell es gelungen sei, die 77 der Staatsoper zugeordneten Tanzenden und die 24 der Volksoper zusammenzuschweißen, freute sich Ferri dabei: "Sie sind einfach eine Compagnie."
Zufrieden zeigte sich auch die kaufmännische Leiterin Simone Wohinz, habe man doch die Besucherzahlen und damit auch die Einnahmen steigern können, wenn man den Blick auf die nackten Zahlen richte: "Die Sitzplatzauslastung in der Wiener Staatsoper beträgt mit Stichtag heute 100 Prozent, in der Volksoper 93,96 Prozent." Insgesamt erwarte man rund 150.000 Besucher für die bald auslaufende Saison, was 1,8 Mio. Euro Karteneinnahmen bedeute.