Die Verhandlungspartner hatten ihre Gespräche am Mittwochabend abgebrochen und zunächst eine Fortführung am Donnerstag vereinbart. Doch auch nach der Wiederaufnahme der Verhandlungen blieb eine Einigung aus. Die Abschiebezentren werden von mehreren Ländern wie Deutschland, Österreich und Dänemark befürwortet. Unter anderem werden Länder wie Ruanda, Uganda oder Usbekistan als Standorte erwogen.
Migrationskommissar Magnus Brunner (ÖVP) hatte die Einrichtung der Zentren vor rund einem Jahr zusammen mit anderen Maßnahmen vorgeschlagen, die alle darauf abzielten, die Zahl der Abschiebungen aus der EU deutlich zu erhöhen. Während sowohl die Mitgliedstaaten als auch das EU-Parlament sich grundsätzlich für mehr Abschiebungen und die Zentren in Drittländern ausgesprochen haben, gibt es nach Angaben aus Diplomatenkreisen noch einige Details zu klären. Dabei geht es demnach insbesondere um den Zeitrahmen für die Umsetzung der Pläne.