Die Polizei war am Mittwochnachmittag gegen 16.30 Uhr über Notruf verständigt worden, dass ein 64-Jähriger aus dem Ortsteil Gschmaier in Gersdorf an der Feistritz gegenüber Verwandten mitgeteilt habe, dass er seine 59-jährige Ehefrau mit einem Gewehr getötet habe. Auch habe er dabei seinen Suizid angekündigt. Die Polizei eilte zu dem abgelegenen Haus westlich von Großsteinbach, beteiligt waren örtliche Streifen, das Sondereinsatzkommando Cobra sowie die Verhandlungsgruppe Süd. Mitglieder der Verhandlungsgruppe konnten mit dem Verdächtigen Kontakt aufnehmen und ihn auffordern, ohne Waffe aus dem Haus zu kommen. Er ließ sich widerstandslos festnehmen.
Da der Mann offenbar aufgrund des Suizidversuchs Verletzungen hatte, wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. Er war vorerst nicht vernehmungsfähig. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand soll er die Tat bereits am vergangenen Sonntag begangen haben. Am Tatort wurde die mutmaßliche Tatwaffe, ein Kleinkalibergewehr, sichergestellt.
Von der Staatsanwaltschaft Graz wurde ein Sachverständiger für Schusswaffen bestimmt sowie die Obduktion des Opfers angeordnet. Die Ermittlungen zum Tatmotiv sowie die Spurensicherung am Tatort seien noch nicht abgeschlossen, hieß es seitens der Polizei.
Erst in der Nacht auf den 25. April war es in einem Einfamilienhaus in Heimschuh (Bezirk Leibnitz) zu einem Femizid gekommen. Ein 36 Jahre alter Mann hatte in der Nacht auf Samstag seine Ehefrau (35) im Streit erschossen. Laut Polizei tötete er danach sich selbst. Der 36-Jährige besaß legal zwei Gewehre, eines davon wurde zur Tatwaffe. Das Ehepaar hatte zwei Kinder, die zum Tatzeitpunkt nicht zu Hause waren.
(S E R V I C E - Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u.a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, https://www.frauenhelpline.at/; beim Verein Frauenhäuser Steiermark https://www.frauenhaeuser.at/; beim Gewaltschutzzentrum Steiermark: https://www.gewaltschutzzentrum.at/steiermark/ und 0316-774199 sowie beim Polizei-Notruf: 133. Männer-Notruf: 0800 246 247. Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.)