Die Idee entstand aus einem alltäglichen Problem: Laut den Grünen Deutschlandsberg fahren viele Autos von Trahütten ins Ortszentrum – häufig sitzt dabei nur eine Person im Wagen. Ein „Mitfahrbankerl“ soll hier künftig unkompliziert Menschen zusammenbringen, die denselben Weg haben. Die Partei brachte den Vorschlag in die Gemeinderatssitzung ein und verwies zugleich auf die Einstellung des Regiomobils mit 1. April 2026. Dadurch sei gerade in entlegeneren Ortsteilen eine Lücke im öffentlichen Verkehr entstanden.
„Das ist ein riesiges ungenutztes Potenzial. Mit dem ‚Mitfahrbankerl‘ schaffen wir eine unbürokratische Möglichkeit, diese Leerfahrten durch gelebte Nachbarschaftshilfe zu reduzieren“, erklärt Grünen-Gemeinderätin Maria Huber.
Wer künftig auf der gekennzeichneten Bank Platz nimmt, sucht eine Mitfahrgelegenheit. Aufgestellt werden soll das Mitfahrbankerl Anfang Juni. Wo genau es stehen wird, ist noch offen – Bürgermeister Josef Wallner sieht den geeignetsten Standort entlang der Hauptstraße: „Das Konzept ist für den Verkehr in unserer Gemeinde sehr bereichernd. Es ist erfreulich, wenn sich beim Thema Mobilität alle Fraktionen einig sind. Jetzt suchen wir gemeinsam den bestmöglichen Platz dafür“, sagt Wallner.
Ältere Menschen sollen profitieren
„Das Bankerl soll, wenn möglich, geschützt aber auch an einem Ort mit hoher Frequenz stehen. In Trahütten kennen sich die Leute untereinander, damit ist auch das Vertrauen da, jemanden mitzunehmen“, erklärt der Bürgermeister. Wallner tendiert zu dem Standort an der Hauptstraße, wo die Abzweigung Richtung Alban-Berg-Weg folgt.
Die konkrete Gestaltung und der Standort der Bank werden derzeit noch ausgearbeitet. „Das Angebot wird vermutlich mehrheitlich von älteren Menschen genutzt, die den Weg ins Zentrum alleine nicht bewältigen können. Die Bank sollte klar als Mitfahrgelegenheit gekennzeichnet sein, wir sind bemüht, den bestmöglichen Ort für die Sitzgelegenheit zu finden“, erklärt Ortsvorsteher Simon Schmelzer-Ziringer.