Im ganzen Jubel rund um den Europa-League-Triumph von Aston Villa stand ein Mann besonders im Mittelpunkt: Unai Emery. Der Spanier übernahm den Premier-League-Verein im November 2022 als Nachfolger von Steven Gerrard und führte den Traditionsverein aus Birmingham kontinuierlich zurück an die Spitze. In der Saison 2022/23 verhalf er den „Villians“ zu einem Platz in der Conference League, 2023/24 als Vierter der Premier League sogar erstmals seit 1982/83 zur Teilnahme an der Champions League.

Der größte Erfolg wurde dem 54-Jährigen aus Hondarribia nun aber in der Europa League zuteil. Dank eines souveränen 3:0 im Endspiel in Istanbul über Freiburg darf Aston Villa erstmals seit 1982 wieder über einen internationalen Titel jubeln. Für Emery selbst ist es bereits die fünfte Krone in der Europa League: Mit dem FC Sevilla gewann er den Bewerb dreimal in Folge (2014, 2015, 2016), mit Villarreal (2021) und Aston Villa je einmal.

Was dabei auffällt: In allen drei Vereinsnamen steckt das Wort „Villa“, was dem Erfolg des Spaniers eine ganz spezielle Note verleiht. Das ist vielleicht auch der Grund, warum es 2019, als Emery Trainer des FC Arsenal war, im Europa-League-Endspiel gegen Chelsea (1:4) nicht mit dem Titel klappte. Ein Grund mehr, warum sich andere Vereine, in denen sich das Wort „Villa“ findet, der Dienste Emerys bedienen sollten, wollen sie einmal Europa-League-Sieger werden.

Zwar hat der Star-Trainer noch bis 2027 einen Vertrag bei „The Claret and Blue Army“, doch dann könnten sich für andere Klubs Optionen ergeben. Zum Beispiel für die beiden spanischen Klubs Betis Sevilla oder Villa Santa Brigida. Nicht die Europa League, aber Titel in Südamerika könnten sich Villa Espanola (URU), Villa Dalmine (ARG) oder Villa Nova (BRA) mit Hilfe Emerys sichern. Aber warum so weit in die Ferne blicken? So wäre es vielleicht auch für Unterligist ESV Admira Villach ratsam, sich um die Telefonnummer Emerys zu bemühen ...