Kurz nachdem sich am Mittwoch ein Frauenmord in der Oststeiermark zugetragen hatte, wurde in Niederösterreich von einem weiteren berichtet.

Nach dem Fund einer toten 27-Jährigen am 14. Mai in ihrer Wohnung in Kottingbrunn (Bezirk Baden) hat das Landeskriminalamt Niederösterreich Ermittlungen wegen Mordverdachts aufgenommen. Die Frau war von ihren Eltern entdeckt worden. Aufgrund unklarer Umstände wurde eine Obduktion durchgeführt. Diese habe einen Kopfschuss als Todesursache ergeben, bestätigte Stefan Pfandler, Leiter des Landeskriminalamts, am Mittwochabend Medienberichte. Derzeit laufen Umfelderhebungen.

Die Eltern hatten laut „Kurier“ mehrere Tage lang erfolglos versucht, ihre Tochter zu erreichen. Nach der Rückkehr aus dem Urlaub fuhren sie an Christi Himmelfahrt zur Wohnung der Frau und sperrten die Tür mit einem Zweitschlüssel auf. Im Inneren entdeckten sie die leblose 27-Jährige. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

Obduktionsergebnis liegt vor

Zunächst konnte die Todesursache nicht eindeutig festgestellt werden, auch ein Sturz wurde laut Pfandler nicht ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt ordnete deswegen eine Obduktion an. Dem vorläufigen Ergebnis zufolge starb die Frau durch Fremdverschulden, konkret durch ein Projektil im Kopf. Die Ermittlungen konzentrieren sich laut Pfandler nun auf das engere Umfeld der Verstorbenen.