Noch immer hält sich hartnäckig die Vorstellung, dass der Bildungsweg über Schule und Studium der erfolgversprechendste sei. Doch viele junge Menschen beweisen, dass eine Lehre weit mehr sein kann als nur der Einstieg ins Berufsleben – nämlich der Beginn einer ganz persönlichen Erfolgsgeschichte. Ein Beispiel ist Simon Wieland, der heute mit seiner eigenen Event-Kreativagentur erfolgreich im Leben steht.
Der aus der Steiermark stammende 21-jährige, der früh an den Wörthersee zog und heute in Klagenfurt lebt, hat sich schon in jungen Jahren für einen praxisnahen Weg entschieden. Seine Lehre als Restaurantfachmann im Falkensteiner Schlosshotel Velden wurde dabei zum Ausgangspunkt einer beachtlichen Entwicklung. „Meine Gründe für die Lehre waren vor allem, dass ich schneller ins Berufsleben einsteigen wollte, mich persönlich weiterentwickeln wollte und die Möglichkeit schätze, gleichzeitig zu lernen und Berufserfahrung zu sammeln. Außerdem habe ich gemerkt, dass ich durch praktische Arbeit am meisten lerne“, erzählt er.
Früh übt sich
Diese Entscheidung sollte sich als richtungsweisend herausstellen. Bereits während seiner Ausbildung sammelte Wieland nicht nur fundiertes Fachwissen, sondern entwickelte auch jene Fähigkeiten, die in der internationalen Hospitality-Welt entscheidend sind: Disziplin, Organisationstalent und ein feines Gespür für Menschen. Parallel dazu nahm er an nationalen und internationalen Wettbewerben wie der Berufsweltmeisterschaft „World Skills“, „Skills Austria“ und „Junior Skills“ teil und wurde 2022 zum „Lehrling des Jahres“ gekürt. „Diese Auszeichnung war für mich eine besondere Bestätigung für die Arbeit und Leidenschaft, die ich schon sehr früh in meinen Beruf investiert habe“, sagt er rückblickend.
Nach dem Zivildienst und ersten Erfahrungen in der Eventbranche führte ihn sein Weg schließlich nach St. Moritz in die Schweiz, wo er weitere internationale Erfahrungen sammeln und sich fachlich wie persönlich weiterentwickeln wollte.
Zurück zu den Wurzeln
Zurück in Kärnten wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und gründete seine Event-Kreativagentur Mira Studio. Seit November 2025 verbindet er dort unterschiedliche Welten miteinander: exklusive Events, Private-Dining-Erlebnisse, Grafik- und Webdesign sowie ausgewählte Produkte aus dem Food-&-Beverage-Bereich. „Uns geht es nicht nur um Dienstleistungen, sondern darum, echte Erlebnisse zu schaffen und langfristige Partnerschaften aufzubauen“, erklärt er. Seine Projekte eint dabei ein klarer Anspruch: hohe Qualität, Liebe zum Detail und ein moderner, junger Zugang.
Dass dieser Weg kein Zufall ist, zeigt sich bei genauerem Hinsehen. Vieles von dem, was heute sein Unternehmen prägt, hat seinen Ursprung in der Lehre. „Man lernt, Verantwortung zu übernehmen, mit Menschen zu arbeiten und ein echtes Verständnis für den Beruf zu entwickeln“, so Wieland.
Die Lehre ist mehr als nur eine Ausbildung
Für den 21‑Jährigen ist die Lehre weit mehr als eine Ausbildung, sie ist Fundament und Sprungbrett zugleich. Die Tourismus‑ und Gastronomiebranche sieht er dabei als besonders chancenreich: „Man kann überall auf der Welt arbeiten und dabei viele Kulturen, Menschen und Arbeitsweisen kennenlernen. Zusätzlich entwickelt man in dieser Branche nicht nur fachliche Fähigkeiten, sondern auch soziale Kompetenzen wie Kommunikation, Teamarbeit, Organisation und Flexibilität. Diese Erfahrungen helfen einem später in jeder beruflichen Richtung.“
Diese Einschätzung teilt er auch mit Blick auf die folgende Generation. Noch immer werde die Lehre häufig unterschätzt, obwohl sie vielfältige Möglichkeiten biete – von internationalen Karrieren bis hin zur Selbstständigkeit. „Viele erkennen gar nicht, wie viel Potenzial darin steckt. Für mich war sie die starke Grundlage für alles, was danach gekommen ist.“