Es waren klug ausgewählte, wunderbar einnehmende Lieder der Romantik, die im Freskensaal des Stifts Viktring erklangen. Damit lud das Klangforum Carinthia zu einer musikalischen Reise in die Gefühlswelt des 19. Jahrhunderts ein. Zu hören waren Lieder von Robert Schumann (etwa „Widmung“), Sergej Rachmaninow („O sing, du Schöne“ auf Russisch) und Richard Strauss („Morgen“). Und sie entfachten ihren ganz besonderen Reiz, weil sie so gesungen wurden, wie von Norkina Goulnara. Die Absolventin des Viktringer Musikgymnasiums und der GMPU wusste sie meist wortdeutlich mit feinster Lyrik, wunderbarer Phrasierung, facettenreichen Emotionen und ungefährdeten höchsten Tönen zu gestalten. Erwin Kropfitsch war ihr dabei ein verlässlicher und nach anfänglicher Dominanz meist einfühlsamer Begleiter.

Gedichte von Heinrich Heine

Und da diese Lieder stark Musik mit Poesie verbinden, rezitierte dazwischen meist verständlich Maximilian Achatz passende Gedichte und Texte von Heinrich Heine (etwa „Im wunderschönen Monat Mai“), Friedrich Rückert, Hermann Hesse, Ingeborg Bachmann, Christine Lavant und Alexander Puschkin.

Schwer beeindruckte auch die erst 13-jährige hochbegabte Elena Mok, Preisträgerin von „Prima la musica“, Schülerin von Kropfitsch, mit einem Satz aus der Sonate C-Dur von Joseph Haydn, wie auch ganz besonders mit „Images“ von Claude Debussy mit enormer Geläufigkeit und hoher Virtuosität. Stehende Ovationen!