Ein 48-Jähriger Polizist hat sich selbst ins Bein geschossen. Nach dem Schussunfall in der Polizeikaserne in Krumpendorf wurden jetzt neue Details bekannt. Der Unfall steht im Zusammenhang mit der Polizeischule, die in Krumpendorf untergebracht ist. Am Tag des Vorfalls fand ein Einsatz-Training statt.
Neben den Polizeischülern
Das bestätigt Polizeisprecher Werner Pucher der Kleinen Zeitung. „Der 48-jährige Polizist ist Ausbildner“, sagt Pucher auf Nachfrage. „Der Unfall ist im Zuge des Einsatz-Trainings beziehungsweise bei der Vorbereitung zum Training passiert.“ Laut Polizeibericht hantierte der 48-Jährige in einem Raum mit seiner Dienstwaffe , als sich „ein Schuss gelöst hat“. Noch vier weitere Personen befanden sich zu dem Zeitpunkt in dem Waffenraum. „Darunter Polizeischüler und Ausbildner“, heißt es vom Polizeisprecher.
Operation nach Schussunfall
Unter diesen Umständen kann man von „Glück im Unglück“ sprechen, dass nicht noch mehr passiert ist: Der 48-Jährige kam mit schweren Verletzungen davon. „Er wurde operiert und es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Befragt konnte er seit dem Unfall am vergangenen Donnerstag noch nicht werden“, teilt der Polizeisprecher mit. Daher ist nach wie vor unklar, wie genau das passieren konnte. Fest steht, dass der Beamte die Waffe aus dem Holster gezogen hatte. Ermittlungen dazu werden vom Bezirkspolizeikommando Klagenfurt geführt.
Drama
Obwohl der Fall vergleichsweise glimpflich ausgegangen ist, lässt er Erinnerungen an eine Tragödie vom 14. September 2022 wach werden: Ein Polizist hatte damals – ebenfalls bei einem Einsatztraining – vergessen, seine Waffe gegen eine Übungswaffe zu tauschen und einen Kollegen in den Rücken geschossen. Der 27-Jährige starb noch an der Unfallstelle in den Kellerräumlichkeiten der Landespolizeidirektion Steiermark.
Die Dienstwaffe der Polizei in Österreich ist eine Glockpistole, eine Glock 17. Sie gilt als Standard-Dienstpistole für die österreichische Polizei. Der Umgang mit diesen Pistolen ist durch strenge interne Richtlinien des Bundesministeriums für Inneres (BMI) geregelt.