„Parteien fragen nicht mehr, was Kultur gesellschaftlich leisten soll“
Interview.
Wohin geht die Kulturpolitik? Der Berater und Analytiker Michael Wimmer meint, dass nur die FPÖ überhaupt noch Kulturpolitik macht.
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Die Kulturpolitik in Österreich hat sich seit der Jahrtausendwende in Richtung Neoliberalismus entwickelt, was zu einer Integration der Kultur in die Freizeit- und Tourismusindustrie geführt hat.
Die politische Debatte über Kulturpolitik ist weitgehend aus der Öffentlichkeit verschwunden, und die Parteien haben kaum noch inhaltliche Ansprüche.
Die Kulturpolitik wird oft nur noch als Verwaltung und Verteilung von Fördergeldern wahrgenommen, ohne gesellschaftspolitische Alternativen zu bieten.
In der Steiermark und Graz gibt es Bemühungen, durch demokratische Prozesse neue Kulturstrategien zu entwickeln, aber es besteht die Sorge, dass diese nicht vollständig umgesetzt werden.
Eine mögliche blau-schwarze Regierung könnte zu starken Kürzungen im Kulturbereich führen, was mit allgemeinen Sparzwängen begründet werden könnte.
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