Jürgen Mandls unternehmerische Wurzeln

„Zu Beginn meines Berufslebens wollte ich Diplomat werden“, erinnert sich der Präsident der Kärntner Wirtschaftskammer Jürgen Mandl, „aber die Arbeit meiner Eltern hat mich sehr geprägt. Sie haben mit Ehrgeiz und Fleiß den Grundstein für den Erfolg unseres Familienunternehmens gelegt.“ Diese persönliche Geschichte spiegelt die Wirtschaftsphilosophie Kärntens wider: Herausforderungen als Chancen begreifen und mit Entschlossenheit angehen.

Resilienz und Optimismus

Mandl weiß aus eigener Erfahrung: „Ich musste schnell erkennen, dass Fehler ein wesentlicher Teil des Prozesses sind.“ Diese Resilienz prägt heute seine Arbeit als Wirtschaftskammerpräsident. Bei seinem Wahlauftakt im Jänner 2025 rief er das Jahr zum „Jahr des Optimismus“ aus und setzte damit ein kraftvolles Signal.

2025 rief Jürgen Mandl zum „Jahr des Optimismus“ aus
2025 rief Jürgen Mandl zum „Jahr des Optimismus“ aus © Peter Just

Investitionen in die Zukunft

Und diese Strategie zeigt konkrete Erfolge. Mit Investitionen von 60 Millionen Euro in die Bildungsinfrastruktur hat die Wirtschaftskammer wichtige Weichen gestellt. Projekte wie das Testcenter Carinthia, moderne WIFI-Lehrwerkstätten und die International School Carinthia sind mehr als Bildungsinitiativen – sie sind Zukunftsinvestitionen. „Diese Projekte sind nicht nur ein Meilenstein in der Bildungsoffensive, sondern sichern die dringend benötigten Fachkräfte“, betont Mandl.

Geografische Vorteile nutzen

Auch die geografische Lage des Landes wird zum Trumpf: Mit der Koralmbahn und dem Projekt AREA Süd wird Kärnten Teil eines neuen Wirtschaftsraumes mit 1,8 Millionen Menschen. „Wir haben eine Jahrhundertchance, die wir nutzen müssen“, so Mandl. Gleichzeitig kämpft der Wirtschaftsbund konsequent gegen überbordende Bürokratie und die Wirtschaftskammer hat bereits 80 Reformvorschläge eingereicht.

Optimismus als Handlungsauftrag

„Negative Stimmung lähmt – Optimismus inspiriert und macht handlungsfähig“, zitiert Mandl den Philosophen Karl Popper und appelliert an die Unternehmerinnen und Unternehmer, Optimismus als moralische Verpflichtung zu verstehen. Seine Botschaft ist klar: „Wir müssen die wirtschaftliche Stimmung aufhellen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die Unternehmen stärken.“

Laut Mandl muss man gemeinsam Lösungen entwickeln
Laut Mandl muss man gemeinsam Lösungen entwickeln © Helge Bauer

Ratschläge für junge Unternehmer

Mandl betont, dass jede Zeit ihre Herausforderungen hat. „Damals war der Export nach Jugoslawien meine Chance. Heute sind es neue Märkte wie Afrika. Die Herausforderungen sind dieselben geblieben. Damals wie heute braucht es Engagement, Glück und Fingerspitzengefühl.“ Und vor allem rät Mandl jungen Unternehmerinnen und Unternehmern: „Probiert es aus! Es ist wichtig, eigene Ideen zu verfolgen und sich nicht von zu vielen Meinungen ablenken zu lassen. Manchmal muss man einfach mit dem Kopf durch die Wand.“

Innovationen sind dabei nicht zuletzt ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg. „Technologien wie KI oder 3D-Druck werden immer wichtiger und wir integrieren sie schrittweise in unser Unternehmen, um die Qualität zu steigern und Prozesse zu verbessern“, sagt Mandl.

 Vertrauen und Akzeptanz

Bei der Landesgruppenhauptversammlung diesen Jänner wurde Mandl mit 99,14 Prozent der Stimmen bestätigt – ein überwältigendes Votum des Vertrauens. Dies unterstreicht nicht nur die Akzeptanz seiner Strategie, sondern auch den kollektiven Willen, Herausforderungen proaktiv zu begegnen.

Projekte wie das Testcenter Carinthia sind mehr als Bildungsinitiativen
Projekte wie das Testcenter Carinthia sind mehr als Bildungsinitiativen © Peter Just

Gemeinsam in die Zukunft

Optimismus ist hier mehr als eine Haltung – er ist ein konkreter Handlungsauftrag für eine starke, zukunftsfähige Wirtschaft. Der Wirtschaftsbund Kärnten mit Jürgen Mandl zeigt: Gemeinsam können Herausforderungen in Chancen verwandelt werden.

Entstanden in Kooperation mit dem Wirtschaftsbund Kärnten.