Es gibt bereits viele Ämter und Behörden, die sich als Partner der Wirtschaft verstehen, und das Ziel der Wirtschaftskammer ist es, diesen Ansatz weiterzuverbreiten. Es ist der Kammer beispielsweise gelungen, die Wirtschaftsombudsstelle in der Landesregierung zu verankern und massive Verbesserungen für die Unternehmen im Umgang mit den Behörden zu erreichen. Mehr als 200 Fälle wurden von dieser wichtigen Einrichtung bereits erfolgreich abgeschlossen.
Dennoch gibt es weiterhin viel zu tun, um Kärnten zum unternehmerfreundlichsten Bundesland zu machen. Eine unternehmerfreundliche Verwaltung ist die Voraussetzung dafür, dass sich die Wirtschaft frei entfalten kann.
Wettbewerbe wie der Primus VOR sind dabei von großer Bedeutung. Durch die öffentliche Anerkennung und Auszeichnung von Projekten, Aktionen etc. mit herausragenden Leistungen und innovativen Ansätzen wird deren Engagement gewürdigt und hoffentlich andere motiviert, ebenfalls unternehmerfreundliche Maßnahmen zu setzen und sich an Best Practices zu orientieren. Darüber hinaus sensibilisieren Initiativen wie der Primus VOR Politik und Verwaltung für die Bedürfnisse und Herausforderungen der Wirtschaft.
Jede Stadt, jede Gemeinde hat ihre eigene Geschichte, ihre Stärken und Schwächen, die berücksichtigt werden müssen. Wichtig ist das Verständnis, dass es nicht darum geht, Unternehmern einen Gefallen zu tun, sondern darum, eine lebendige Stadt bzw. Gemeinde zu erhalten. Wer keinen Arbeitsplatz mehr vor Ort findet, wird wegziehen; wo immer weniger Menschen leben, gibt es keine Kinder, keine Schulen, keine kleinen Geschäfte, keine Nahversorger, oft nicht einmal mehr ein Wirtshaus. Unternehmensfreundlichkeit bedeutet also Zukunftsfähigkeit – und deshalb sind Initiativen wie der Primus VOR laut der Wirtschaftskammer auch so wichtig.