Zugegeben, sich so konsequent vor der Sonne zu schützen, wie es Dermatologen empfehlen, ist nicht immer leicht. Dennoch lohnt es sich, in Sachen UV-Licht nicht zu sorglos zu sein – insbesondere wegen der Gefahr von Hautkrebs. Für den Entschluss zur Vorsorge reicht aber manchmal auch der Blick in ein Gesicht: Nur allzu deutlich zeigen sich darin die Folgen von zu viel Sonne über viele Jahre. Stichwort: Photoaging oder vorzeitige Hautalterung. Heute weiß man es besser: Sonnenschutz ist von Kindesbeinen an wichtig! 

Ein Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut, ausgelöst durch zu viel UV-Licht...
Ein Sonnenbrand ist eine Entzündungsreaktion der Haut, ausgelöst durch zu viel UV-Licht... © juefraphoto

Sonnenschutz von Anfang an

Gut behütet in die Sonne: Sonnenschäden beugen Sie vor, indem Sie Haut bedecken, cremen und die direkte Sonne meiden
Gut behütet in die Sonne: Sonnenschäden beugen Sie vor, indem Sie Haut bedecken, cremen und die direkte Sonne meiden © verona_studio

Zu viel Sonnenexposition schadet der Haut, das ist eine Tatsache. Die Zeit der sorglos in der Sonne "bratenden" Menschen ist weitgehend vorbei. Neue Erkenntnisse und Aufklärungskampagnen haben dazu geführt, dass nicht nur junge Menschen bewusst auf Sonnenschutz setzen. Und das ist auch die glasklare Empfehlung der Experten: täglich Lichtschutz an allen UV-exponierten Stellen! Das sei wichtig, um die Haut für ein langes Leben gesund und jung zu erhalten. Hier sei auch noch einmal auf den Gesundheitstalk am 14. Juni (um 18 Uhr) hingewiesen, bei dem Dr. Thomas Kainz mit Mag. Fuchsbilcher über den medizinischen und pharmazeutischen Weg zu gesunder Haut diskutieren. 

Die Hautalterung beginnt nämlich bereits mit dem 20. Lebensjahr. Beschleunigt wird sie durch Umweltfaktoren, vor allem UV-Licht. Nicht nur für Babys und Kleinkinder ist Sonnenschutz (inklusive Sonnenbrille) daher besonders wichtig, auch in älteren Jahren wird die Haut nach einer robusteren Phase wieder (sonnen-)empfindlich.

Effektiv gegen Hautalterung und ihre Folgen

UV-Strahlung, die Pigmentflecken entstehen lässt, ist auch bei Regenwetter aktiv. Täglicher Sonnenschutz ist eine wichtigste Anti-Aging-Strategie 
UV-Strahlung, die Pigmentflecken entstehen lässt, ist auch bei Regenwetter aktiv. Täglicher Sonnenschutz ist eine wichtigste Anti-Aging-Strategie  © timonina -


UV-Strahlen führen zur Bildung von freien Radikalen, die das Bindegewebe zerstören, den Kollagenabbau beschleunigen, die Zellerneuerung verhindern. Dadurch entstehen Falten und Pigmentflecken. Dieser UV-Licht-bedingte vorzeitige Hautalterungsprozess wird auch Photoaging genannt. Dermatologen sind sich einig: Würden wir alle konsequent von klein auf täglich Sonnenschutz anwenden, sähen wir bedeutend jünger aus.

Sonne bei Neurodermitis?

Bis zu zehn Prozent der Kinder sind von Neurodermitis betroffen. Im Sommer bessern sich die Symptome häufig
Bis zu zehn Prozent der Kinder sind von Neurodermitis betroffen. Im Sommer bessern sich die Symptome häufig © triocean

Bei der atopischen Dermatitis, auch als Neurodermitis oder Ekzem bezeichnet, handelt es sich um eine komplexe chronische, juckende Entzündung der oberen Hautschichten. Unter den Kindern ist die Hauterkrankung weit verbreitet. Bis zu zehn Prozent der Kinder leiden daran. Häufiger betroffen sind sie, weil bei Kindern das Immunsystem und die Hautbarriere noch anfälliger sind als bei Erwachsenen.

Grundsätzlich tun Sonnenlicht und frische Luft der zu Neurodermitis neigenden Haut eher gut. Oft gehen die Symptome im Sommer zurück, die Haut zeigt sich von ihrer besten Seite. Genießen Sie das, atmen Sie auf. Schützen Sie Ihre Haut aber dennoch unbedingt Sonnenbrand.

Sonne bei Akne?

Akne ist eher ein weiterer Grund, die UV-Strahlung zu begrenzen, das gilt selbst mit Sonnencreme im Gesicht
Akne ist eher ein weiterer Grund, die UV-Strahlung zu begrenzen, das gilt selbst mit Sonnencreme im Gesicht © Jacob Lund

Sommer, Sonne, keine Akne? Schön wär's! Die Aussage, dass sich Sonne auf unreine Haut positiv auswirkt, stimmt so pauschal allerdings nicht. Zu viel UV-Strahlung kann die Produktion von Talg sogar fördern und die Poren dadurch verstopfen. Außerdem können sich kleine Narben durch das Sonnenlicht ganz schnell dunkel färben und sind dann noch auffälliger als vorher. 

Entstanden in Kooperation mit der Ärztekammer und der Apothekerkammer