Kärnten ist als Industriestandort seit Generationen stark in Forschung, Entwicklung und Ausbildung. Jetzt stehen Arbeitsplätze und Wohlstand auf dem Spiel, denn die Industrieproduktion ist im vergangenen Jahr um weitere 6,2 Prozent gesunken. Österreichweit gab es um 128 Milliarden Euro weniger Fertigungsaufträge als noch im Jahr zuvor. Besonders betroffen davon sind Fahrzeugindustrie, Bergwerk, Stahl- und Elektronikindustrie.

„Wir haben in Kärnten Alarmstufe Rot erreicht“, warnt Michael Velmeden. Er wurde als Obmann der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Kärnten wiedergewählt. Ihm zur Seite steht ein erfahrenes Führungsteam mit Robert Kanduth, Josef Pacher und Reinhard Draxler als Stellvertreter. „Mit Maßnahmen der Politik können wir die Negativentwicklung einbremsen. Nur eine starke Wirtschaft schafft Stabilität und Wohlstand.“

Im Vorjahr sicherte die Kärntner Industrie über 115.000 Arbeitsplätze in Kärnten. Jeder zweite Arbeitsplatz im Land hängt von der Industrie ab. Allerdings befindet sich die Industrie im dritten Jahr in der Rezension und 2025 ist keine Verbesserung in Sicht. Das müsse auch bei Kollektivvertragsverhandlungen und der Gewerkschaft zum Tragen kommen. „Wir brauchen konkurrenzfähige Lohnstückkosten.“

US-Zölle treffen die Betriebe hart, auch indirekt. Der Außenhandel ist stark zurückgegangen. Auch das geplante EU-Verbot von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen, kurz PFAS, bereitet Kärntner Betrieben Sorge. „Ein generelles Verbot macht keinen Sinn. Für bestimmte PFAS gibt es keine Alternativen bzw. jene in der Industrie sind chemisch stabil.“ Diese werden zum Beispiel für die Herstellung von Halbleitern, Brennstoffzellen oder Lithium-Ionen-Batterien gebraucht.

Nähere Informationen auf: industrycarinthia.at

Entgeltliche Einschaltung der Wirtschaftskammer Kärnten

Jetzt müssen die Weichen richtig gestellt werden

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