Wie kann ein Wandel weg vom quantitativem hin zum qualitativem Wirtschaftswachstum gelingen? Diese Frage stand im Zentrum der Europäischen Toleranzgespräche in Fresach. George Brasseur, Professor an der TU Graz für Messtechnik und Sensorik, ließ dabei mit einer Reihe von Forderungen aufhorchen: So sei es etwa effizienter Sonnenstrom in Nordafrika in Wasserstoff zu bündeln und nach Europa zu transportieren –auch auf dem Seeweg –, als hier auf Kapazitäten bei Erneuerbaren zu setzen, die schlicht nicht erreichbar wären. Wobei man nicht auf Zukunftstechnologien warten müsse, „was es für eine Energiewende braucht, beherrschen wir schon“. Er mahnte aber auch davor, dass ein neuer Imperialismus mit Strom begonnen werde und man die Länder nicht als gleichberechtigte Partner behandle. „Und wichtiger als die Politik, die Regeln und Einschränkungen vorgibt, ist Investitionssicherheit für Unternehmen.“