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Abschied vom Pflegeheim Schloss Schwanberg

Heute verlassen die letzten Bewohner das Landespflegeheim im Schloss Schwanberg. Damit geht eine mehr als 120-jährige Ära zu Ende. Es gibt Freude, aber auch Wehmut. Von Thomas Wieser

Das Schloss Schwanberg
Das Schloss Schwanberg © Thomas Wieser
 

Die letzten Taschen sind gepackt, die letzten Siedelkartons befüllt - und heute verlassen die allerletzten der ehemals rund 150 Patienten das Landespflegeheim im Schloss Schwanberg. Damit geht eine Ära zu Ende, die 1892 mit der Einrichtung einer „Landessiechenanstalt für Geisteskranke“ begann.

In den vergangenen Tagen wurden laut der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (Kages) noch 40 (von ehemals etwa 150) Patienten in drei Pflegeheimen in Leibnitz und Deutschlandsberg untergebracht. „Auf wahnsinnig behutsame Art und Weise“, wie die Pflegedirektorin Monika Pisleritsch betont. „Wir sind stolz, wie wir es geschafft haben.“

Die psychisch beeinträchtigten Personen, die teils jahrzehntelang in Schwanberg wohnten, werden in Einrichtungen der Gesellschaft zur Förderung seelischer Gesundheit (GFSG), der Caritas und der Diakonie beherbergt. „Selbst jene Bewohner, die über 50 Jahre Schwanberg als ihr zu Hause betrachtet haben, haben mit großer Freude ihre neuen Wohneinheiten angenommen“, heißt es bei der Kages. „Natürlich gibt es auch Traurigkeit“, gesteht Pisleritsch ein, „aber die Freude überwiegt.“

Klaus Theil und Monika Pisleritsch
Klaus Theil und Monika Pisleritsch Foto © Thomas Wieser

Wehmut herrscht auch bei den Bediensteten. „Wir haben für alle Betroffenen individuelle Lösungen gesucht“, erklärt Ernst Fartek, Finanzvorstand bei der Kages. So würden viele Angestellte in umliegenden Krankenhäusern oder Pflegeheimen unterkommen, viele hätten schon andere Jobs angenommen.

In den kommenden Wochen wird das Schloss geräumt, die Haustechnik „runtergefahren“. Käufer werden gesucht. „Möglichst rasch“, wie Fartek betont. Es gebe Interessenten, kolportiert wird ein Preis von mindestens sieben Millionen Euro.

In Schwanberg und Umgebung sind viele über das Aus des Pflegeheimes enttäuscht. Einer davon ist Bürgermeister Karlheinz Schuster. „Das Schlimmste ist, dass Arbeitsplätze verloren gehen.“ Damit fallen auch Steuereinnahmen im sechsstelligen Bereich weg. „In den letzten Jahren wurde in das Schloss viel investiert. Man hätte es auch anders lösen können.“

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bitteichweisswas
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Das einzige Krankenhaus der KaGes, das "schwarze Zahlen" schrieb, wurde geschlossen ...

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Und wieder haben die GRÜNEN

etwas mit langer Tradition vernichtet!
Würde mich nicht wundern wenn sie nicht schon lange ein Flüchtlingsaufnahmezentrum geplant hätten. Ausländer vor Einheimische! Und alle anderen Parteien sind zu feig hier einen Riegel vorzuschieben!

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Sie reden am besten gar nicht von

Tradition...man kann nur froh sein, dass es überwiegend in der Region Leut gibt, die nicht nach Ihrer menschenfeindlichen Façon sind...immer diese gemeine Suche mancher, nach einem gemeinsamen Feind...schämen sollten Sie sich.

Die Entwicklung hinsichtlich Wohnraum und Arbeitsplätze ist das eine und auch echt problematisch, kein Zweifel... ihre Verhetzung lässt tief blicken... Man fragt sich, wie sowas kommt... Mir ist das nicht jedenfalls nicht ganz "grün"

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