Die Coronapandemie blies dem "Pöllauer Gassenadvent", der rund ein Dutzend Mal stattgefunden und stets viele Besucher aus nah und fern angelockt hatte, mehr oder minder die Lebenslichter aus. Jetzt, wo solche Großveranstaltungen wieder möglich sind, ist der Konditorin Therese Ebner als einstige Hauptverantwortliche für einen Neustart abhandengekommen. Sie will nicht mehr "Mädchen für alles" sein: "Ich werde den Gassenadvent jedenfalls nicht mehr organisieren. Das steht fest. Vielleicht findet sich jemand, der das machen möchte."

Eine Handvoll Freiwilliger hat sich dagegen gefunden, um den "1. Pöllauer Adventpfad" in Eigenregie auf die Beine zu stellen. Seit geraumer Zeit investiert das hoch motivierte Team, dessen Kern sich aus Rosi Cividino, Angela Geier, Heike Mauerhofer und Adelheid Reitbauer zusammensetzt, seine ganze Freizeit in die stimmungsvolle Gestaltung eines 1,6 Kilometer langen, idyllischen Gehweges. Start und Ziel ist am Spielplatz in der Kirchenackersiedlung. Dort werden auch Getränke bei einer Punschhütte ausgeschenkt werden.

Vorweihnachtliche Freude bereiten

Das Besondere an diesem nicht kommerziellen Adventpfad ist die Form der Ausschmückung. Geier sagt dazu: "Wir haben auf Dachböden und in den Kellern nach brauchbaren Dingen gekramt. Einiges stammt auch vom Abfallwirtschaftszentrum." Und Reitbauer betont: "Wir wollen keine Plastikfiguren aufstellen." Unterstützung bekommt die engagierte Frauengruppe von den heimischen Schulen und dem örtlichen Kindergarten, deren Bastelarbeiten ebenfalls den Adventpfad verschönern werden.

Der "1. Pöllauer Adventpfad" hat an den vier Adventsonntagen jeweils in der Zeit von 15 bis 19 Uhr seine Pforten geöffnet. In dieser Zeit ist er auch beleuchtet – vielfach mit Teelichtern. Besinnlichkeit ist Trumpf. Mauerhofer meint abschließend: "Wir wollen unseren Besuchern einfach eine vorweihnachtliche Freude bereiten."