delikt – Der Kriminalpodcast der Kleinen Zeitung

Frohe High-Nachten

2009. Spätnachts fliegt aus einer Wohnung am Grazer Glacis ein Christbaum und landet auf einem darunter parkenden SUV. Dessen wenig erfreuter Besitzer ruft die Polizei. Die Beamten finden in der Wohnung des Christbaumwerfers 63 weitere Pflanzen, allerdings sind das keine Nadelbäume . . .

Tragödie im Christbaum

2012. Ein Kärntner – er ist Baumpfleger von Beruf – klettert um 2 Uhr nachts auf einen Weihnachtsbaum. In sieben Metern Höhe verlassen ihn aber die Kräfte, er stürzt ab und liegt mehrere Wochen im Koma. Genau ein Jahr später erwischt ihn die Polizei wieder beim Besteigen des Baums, er ist bereits zehn Meter weit oben – und wenig einsichtig.

Weihnachtsfeier mit Biss

2013. Ein Polizist steht vor Gericht, weil er auf der Weihnachtsfeier seiner Ehefrau zwei Frauen in den Oberschenkel gebissen haben soll. Doch ein halbes Jahr später stellt sich heraus, dass die vermeintlichen Biss-Opfer den Polizisten fälschlich beschuldigt hatten.

Extra Weihnachtsgeld

2007. Bei einer Weihnachtsfeier in einem Kärntner Betrieb beschließt ein Mitarbeiter zu später Stunde, aus der darüberliegenden Wohnung des Chefs Bargeld, sowie Kredit- und Bankomatkarten zu stehlen. Von der Beute kauft er Weihnachtsgeschenke. Dabei gibt er sich wenig Mühe, einen Zusammenhang zwischen dem fehlenden Geld und seiner neuen Kaufkraft zu verbergen.

Schiefer Haussegen

2006. Für den Fall, dass ihr etwas zustößt, vertraut eine sparsame 98-Jährige aus dem Süden von Graz ihrer Schwiegertochter (50) die Losungswörter für ihre Sparbücher und die Schlüssel für die Schließfächer, in denen sie sich befinden, an. Doch bald sind 75.000 Euro und damit die korrekte Ausrichtung des Haussegens weg. Sie könne es gar nicht erwarten, ihre Schwiegertochter vor Gericht zu sehen, sagte die 98-Jährige damals.

Der müde Bankräuber

2002. Immer vor Weihnachten will seine Frau mehr Geld haben. Darum sieht sich ihr 34-jähriger Mann dazu gezwungen, Banken zu überfallen. Zweimal geht das auch gut. Aber beim dritten Versuch hat das Geldinstitut gerade Mittagspause, der Räuber muss warten. Also trinkt er ein paar Schluck Schnaps und schläft ein. Neben ihm liegen die Raub-Utensilien, was einem aufmerksamen Passanten nicht entgeht.