Es ist eine Art politische Henne-Ei-Debatte, wenn darüber diskutiert wird, ob neue Infrastrukturen in Form von neuen Verkehrswegen letztlich mehr Verkehr erzeugen oder Verbesserungen mit sich bringen. Klar ist, dass wirtschaftliche Entwicklung - ablesbar u.a. am BIP - mit dem Ausbau der Infrastruktur in einem Land sehr stark zusammenhängen. Die Wissenschafter um den am Institut für Soziale Ökologie (SEC) der Universität für Bodenkultur (Boku) Wien tätigen Haberl wollten es aber genauer wissen. Sie bildeten auf Basis detaillierter Daten über die Landnutzung in 113 Ländern Indikatoren dazu, wie gebaute Strukturen mit dem Energieverbrauch und regionalen CO2-Emissionen zusammenhängen.