Der angeklagte Lokführer hatte am 20. Jänner 2023 ein "Halt" zeigendes Hauptsignal im Bahnhof Fürnitz überfahren und war mit einem entgegenkommenden Zug seitlich kollidiert und entgleist. Der Gegenzug war unter anderem mit Kerosin beladen, das sich entzündete - der hohe Sachschaden entstand sowohl durch den Brand als auch durch die Verunreinigung des Erdreiches. Zu dem Vorfall war es gekommen, weil eine der beiden Lokomotiven des Güterzuges des 36-Jährigen ein defektes Zugsicherungssystem hatte. Ein Tausch der beiden Loks, sodass die voll funktionstüchtige Lokomotive führend gewesen wäre, sei in Tarvis nicht möglich gewesen, hatte der Zugführer 2024 bei der Auftaktverhandlung gesagt - also sei er weiter in Richtung Fürnitz gefahren. Das Vorsignal, das auf das Hauptsignal vorbereitet und zum Bremsen hätte veranlassen sollen, hatte er laut eigener Aussage als grün wahrgenommen.
Villach
Diversion nach schwerem Zugsunglück bei Villach
Mit einer Diversion hat am Donnerstag ein Prozess am Villacher Bezirksgericht gegen einen 36-jährigen deutschen Lokführer geendet, der im Jänner 2023 ein Zugsunglück mit Millionenschaden ausgelöst hatte. Zwei Güterzüge waren kollidiert, das geladene Kerosin in Flammen aufgegangen. Der Angeklagte muss 13.114 Euro bezahlen, Richterin Sabrina Pušnik befand die Privatbeteiligtenansprüche als "nicht im Vordergrund des Verfahrens stehend".
© APA/FF-FAAK AM SEE