Mit den einstimmigen Freisprüchen hinsichtlich des Verdachts des Mordes und der Vortäuschung einer mit Strafe bedrohten Handlung nach nur eineinhalb Stunden Beratung endete ein drei Verhandlungstage andauernder und unter großem Medieninteresse verfolgter Prozess. Der 39-Jährige hörte unter Tränen den Wahrspruch der Geschworenen, der von Besuchern mit Applaus quittiert wurde. Seine im Zuschauerraum anwesende Ehefrau, die auch während der Verhandlung zugunsten ihres Mannes ausgesagt hatte, stürzte mehrmals zu ihrem Mann auf der Anklagebank des Schwurgerichtssaals und umarmte ihn. Der Deutsche gab nach der Urteilsverkündung keine Stellungnahme mehr ab und wurde sofort enthaftet. Richter Andreas Fleckl hatte zuvor ebenfalls keine weitere Urteilsbegründung abgegeben. Das Urteil machte indes bereits vor der Verkündung unter den vor dem Gerichtssaal wartenden Angehörigen und Medienvertretern die Runde und führte zu emotionalen Ausbrüchen.